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Zuletzt aktualisiert: 21.07.2009 um 07:32 UhrKommentare

Rekordsaison für Pilze steht bevor

Das feucht-warme Wetter lässt die Schwammerl heuer so richtig aus dem heimischen Boden schießen. Eine nicht immer bekömmliche Bestandsaufnahme.

Ein Klassiker unter den heimischen Pilzen - der Parasol

Foto © APAEin Klassiker unter den heimischen Pilzen - der Parasol

Lange Suchen muss man nach Pilzen und Schwammerln in den steirischen Wäldern derzeit nicht. "Die hohe Luftfeuchtigkeit und die Wärme begünstigen das Wachstum", erklärt Alfred Aron, Pilzexperte vom Landesmuseum Joanneum. "Es wachsen so viele Schwammerln wie schon lange nicht mehr." Ebenfalls ungewöhnlich. "Die ersten Pilze gab es schon im Mai."

Achtung

Nicht nur die wohlschmeckenden Pilze gedeihen prächtig. "Wer sich nicht sicher ist, sollte unbedingt einen Experten zur Bestimmung heran ziehen", so Aron, der auch davon abrät, Pilze neben Straßen zu sammeln. "Sie sind oft mit Schwermetallen angereichert und können gesundheitsgefährdend sein."

Ob man im Wald Pilze pflücken darf, entscheidet übrigens der Waldbesitzer. "Verbietet er es, muss dies jedoch klar gekennzeichnet sein", so Fridolin Maier von der Berg- und Naturwacht. Nur im Naturschutzgebiet Totes Gebirge sei das Schwammerlsuchen grundsätzlich verboten. Bezahlen muss man fürs Sammeln noch nicht. Eine geplante Pilzvignette im Koralmgebiet, die heuer wie berichtet noch abgewendet werden konnte, könnte 2010 jedoch realisiert werden.

Pilze kaufen

Kaufen kann man die Pilze auf Bauernmärkten. Im Preisgefüge in Graz schlägt sich das Rekordjahr aber noch nicht durch Billigangebote nieder. Aber Hauptsache, es schmeckt. Also Schwamm drüber!

HEIKE KRUSCH, KONSTANTIN TZIVANOPOULOS

Gallenbitterer Geselle des Steinpilzes

So bitter, dass er jedes Pilzgulasch verdirbt, ist der Gallenröhrling, der auch Übelkeit hervorruft. Im Unterschied zum Steinpilz, mit dem er im jungen Stadium verwechselt wird, hat der Röhrling ein Netz auf dem Stiel und die Röhren sind rosa.

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Foto © AP

SteinpilzFoto © AP

Finger weg vom Pilz mit Knolle!

Der tödlich giftige Knollenblätterpilz wird oft mit jungen Parasolen verwechselt. Typisch für den Giftpilz: Er hat weiße Lamellen und am Fuß findet man eine Knolle. Der viel größere Parasol hat dunkle Schuppen auf dem Hut und riecht nussig.

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Foto © APA

ParasolFoto © APA

Raukopf ähnelt dem Eierschwammerl

Der Löwengelbe Raukopf sieht dem Eierschwammerl ähnlich. Aber beim giftigen Löwengelben Raukopf laufen die Lamellen gerade zum Stiel hin und der Pilz hat einen leichten Schleier. Beim Eierschwammerl hingegen laufen die Lamellen abwärts.

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Foto © APA

EierschwammerlFoto © APA

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