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Zuletzt aktualisiert: 08.07.2009 um 21:17 UhrKommentare

Weniger Geld für den Nationalpark

Land befürchtet, Bund kürzt Mittel für Nationalpark Hohe Tauern. Zuständiger Minister: "Heuer keine Kürzung vorgesehen."

Foto © APA/Nationalpark

Der Bund will die Mittel für den Nationalpark Hohe Tauern kürzen. So haben es zumindest die Landeshauptleute von Kärnten, Tirol und Salzburg gehört. Und deshalb hat die Kärntner Landesregierung gleich einmal präventiv eine von Nationalparkreferent Uwe Scheuch eingebrachte Resolution dagegen beschlossen. Darin wird der Bund - genauer gesagt Bundesminister Nikolaus Berlakovich - aufgefordert, von dieser Mittelkürzung Abstand zu nehmen und sicherzustellen, dass der vertraglich vereinbarte Finanzierungsbetrag in den nächsten Jahren sogar erhöht wird - was aber eher utopisch erscheint.

Budget erhöhen. Denn in Wahrheit müsste der Bund, so Landeshauptmann Gerhard Dörfler, das aktuelle Budget für den Nationalpark kräftig erhöhen, um überhaupt auf den vereinbarten Beitrag zu kommen. "Es ist vertraglich festgelegt, dass Bund und Länder jeweils 50 Prozent zur Verfügung stellen. Von Kärnten kommen derzeit 2,5 Millionen Euro, vom Bund aber nur 773.000 Euro", sagt Dörfler. Der Bund komme also schon jetzt seinen Verpflichtungen beim Nationalpark Hohe Tauern nicht nach.

"Beträge so vereinbart". Aus dem Büro von Berlakovich, Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, heißt es dazu: "Diese Beträge stimmen, sie wurden aber so vereinbart. Im heurigen Budget ist auch keine Kürzung vorgesehen." Für nächstes Jahr könne ein solche aber nicht ausgeschlossen werden.

Wichtiger Wertschaftsfaktor. "Der Nationalpark hat neben dem Schutz wertvoller Habitate und der Erhaltung der Artenvielfalt auch einen Forschungs- , Bildungs- und Informationsauftrag zu erfüllen. Die Erhaltung und Pflege dieses einzigartigen Naturerbes ist eine Grundaufgabe der Gesellschaft und des Staates", sagt der Kärntner Nationalparkreferent Scheuch. Außerdem sei der Nationalpark ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in der Region und schaffe und sichere Arbeitsplätze.

ASTRID KULLNIG

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