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Zuletzt aktualisiert: 04.07.2009 um 06:00 UhrKommentare

Landesdienst: Online-Netzwerken erlaubt

Wien sperrt Rathaus-Beamten Internet-Kontaktseite "Facebook". Magistrat Klagenfurt hat Seite längst gesperrt. Landesbeamte dürfen tratschen.

Foto © AP

Sie sind so gut wie immer online, teilen ihrem Internet-Freundeskreis mit, dass sie gerade arbeiten oder sich über das schlechte Wetter ärgern. Sie stellen Fotos ins Netz, posten Beiträge, die sie interessant finden, tratschen, klatschen und netzwerken - die Fans der Internet-Seite "Facebook".

Facebook gesperrt. Diese Homepage ist eine von vielen Netzwerk-Seiten um Kontakt zu halten, Wichtiges zu diskutieren und Unwichtiges zu teilen. Und dabei geht viel Zeit drauf - zu viel hat man offenbar im Wiener Magistrat festgestellt. Denn seit Anfang dieser Woche ist "Facebook" für die Rathausbeamten gesperrt. Den Landesbeamten in Kärnten geht es da besser. Sie könnten, wenn sie wollten, auch im Dienst jederzeit netzwerken. Der Zugang zu "Facebook" ist nicht gesperrt. Sehr wohl aber gibt es, wie Landesamtsdirektor Reinhard Sladko sagt, einen Filter, der dafür sorgt, dass Homepages mit Inhalten wie Pornographie oder Gewalt nicht "durchgelassen" werden. Sollte aber ein Beamter den ganzen Tag online mit Tratsch und Klatsch verbringen, würde es trotzdem auffallen. Es wird nämlich genau kontrolliert, wer wie viel Zeit im Internet verbringt, und welche Seiten am häufigsten aufgesucht werden.

Protokolldaten. Jeder Mitarbeiter erhält dann regelmäßig die Information, wie oft er im Vergleich zu den Kollegen - insgesamt sind es rund 3100 Anwender - das Internet nutzt und welche fünf Seiten seine "Lieblingsseiten" sind. "Wenn jemand öfter unter den ersten 20 ist, wird man sich das genauer ansehen", sagt Sladko. Strikter geht es da schon im Klagenfurter Magistrat zu. Was in Wien jetzt erst umgesetzt wurde, ist hier laut EDV-Chef Thoralf Bihlo längst Alltag. Ein Filter sorge dafür, dass den Beamten auch der Zugang zu "Facebook", Chat-Foren oder "You Tube" verwehrt werde. Für bestimmte Anwender gäbe es aber Ausnahmen, wenn eine berufliche Notwendigkeit besteht. Im Magistrat Villach sind Chat-Foren laut EDV-Chef Manfred Wunderer nicht gesperrt. Es gäbe aber Protokolldaten, die bei Bedarf ausgewertet werden könnten.

ASTRID KULLNIG

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