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Zuletzt aktualisiert: 02.07.2009 um 20:44 UhrKommentare

"Gemeinsam mit Betrieben forschen"

Informationstechnologie als ein Schwerpunkt der Forschungsstrategie der nächsten Jahre.

Forschung auf zehn Jahre vorauszuplanen, ist per se schon ein Unfug. Niemand kann abschätzen, welche Entwicklungen Technologien in den nächsten Jahren nehmen werden. "Was man aber wohl machen kann, ist, die Mittel vorauszuplanen und deren Verwendung schließlich einer laufenden Evaluierung unterziehen", sagt Ludovit Garzik, Geschäftsführer des Forschungsrates.

Strategie 2020 erarbeitet. Gerade hat der Forschungsrat - Kärnten ist in diesem Gremium durch KWF-Vorstand Hans Schönegger vertreten - die Strategie 2020 erarbeitet. Ein Papier, das der Regierung den Weg für die nächsten Jahre weisen soll. Dass Politiker nicht nach eigenem Ermessen über Forschungsbudgets bestimmen, ist internationaler Standard. Unter Forschern wurde dagegen heftig diskutiert, ob Betriebswirte wie Garzik fähiger wären, über die Mittelverwendung zu entscheiden. "Es geht um Korridor-Finanzierung und darum, dass man erkennt, wo Forschung wirtschaftlich auch Sinn macht", meint Schönegger dazu. Das funktioniere.

Fokussierung. Konkret sieht man in der Informations- und Kommunikations-Technologie, dem Produktions- und Prozessmanagement und Agri-Food Chancen für die österreichische Forschungsszene. Denn eines ist laut Garzik unbestritten: "Wir können nicht in jedem Bereich an der Weltspitze mitforschen. Es braucht eine Fokussierung." "Und daneben eine vernünftige Koordination", wirft Schönegger ein. So sollen die Aktivitäten des Bundes künftig besser in Richtung Länder kommuniziert werden und auch hier soll der Technologie-Austausch fließender werden. "Für Forschung machen Landesgrenzen keinen Sinn", sind sich beide einig. "Warum soll eine Kärntner Forschungseinrichtung Dinge aufarbeiten, die etwa in Linz bereits abgeschlossen sind?"

Mit Unternehmen in Forschung investieren. Dass die von der Bundesregierung geplante Forschungsquote von vier Prozent ein guter Anfang sei, meint auch Garzik. Wobei er einwendet: "Anders als bei Infrastruktur-Maßnahmen, bringt es nichts, antizyklisch zu fördern. Jetzt sparen Betriebe bei der Forschung. Man muss im Aufschwung gemeinsam mit Unternehmen in Forschung investieren."

T. CIK

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