Übergriff auf Schulausflug: Behörde prüft
Pflichtschullehrer wird von Kollegen und Eltern schwer belastet.
Es sollte eine entspannte Klassenfahrt nach Italien werden - so kurz vor den Sommerferien. Doch Mitte der Woche kam es auf dem Schulausflug zu einem Zwischenfall: Ein Lehrer einer Kärntner Pflichtschule wurde von den anderen Begleitpersonen nach Absprache mit dem Direktor der Schule nach Hause geschickt.
Zwischenfall.
"Der alkoholisierte Lehrer ist verbal auf Schüler losgegangen", das teilte ein Informant der Kleinen Zeitung mit. Zudem soll er angeblich eine Schülerin begrapscht haben. "Ja, auf der Klassenfahrt gab es einen Zwischenfall", sagt der Direktor der Schule. Die angeblichen Vorwürfe will er aber nicht bestätigen: "Ich bin zur Verschwiegenheit verpflichtet. Ich habe den Vorfall vorschriftsmäßig an die uns übergeordnete Behörde weitergeleitet."
Im Krankenstand. Der Schulabteilung des Landes ist der Vorfall bereits bekannt und man hat dementsprechende Maßnahmen eingeleitet. "Wir haben jetzt die Protokolle aller Begleitpersonen, Schüler und Schülerinnen schriftlich vorliegen", sagt Gerhild Hubmann, Leiterin der Schulabteilung des Landes Kärnten. "Es gibt Angriffspunkte für Disziplinarmaßnahmen." Die können von einem Verweis über eine Geldbuße bis hin zu einer Suspendierung ausfallen. "Wir warten jetzt auf die schriftliche Stellungnahme des beschuldigten Lehrers." Von strafrechtlichen Schritten der Elternteile weiß Hubmann bis dato noch nichts. Zurzeit befindet sich der Lehrer im Krankenstand.










