Steirerin will als Erste auf Achttausender
Expedition auf Nanga Parbat könnte für Michaela Landl zur Pioniertat werden. Noch nie zuvor hat es eine Steirerin auf den Gipfel eines Achttausenders geschafft. Sie ist bereits auf Lager I.

Foto © Privat
Das Wetter passt,
die Verbindung per Satellitentelefon funktioniert einwandfrei
und das Beste: Gerfried Göschl
und seinem 20-Mann starken Expeditionsteam auf dem Weg zum
Gipfel des Nanga Parbat (8125
Meter) geht es auszeichnet. Mit
ten unter den hartgesottenen Alpinisten ist aber auch eine Frau.
Und die hat einiges vor: Immer
hin will die Ramsauerin Michaela
Landl die erste Steirerin sein, die
auf dem Gipfel eines Achttausenders steht. Und die Voraussetzungen dafür, dass sie es schafft,
sind günstig.
Akribisch. "Bis Freitag schaffen wir es alle
aufs Lager I in 6000 Meter Höhe",
ist Expeditionsleiter Göschl
überzeugt. Der Pädagoge aus Liezen, der selbst vor Jahren als erster Steirer auf dem Mount Everest stand, hat diese "Internationale Nanga Parbat und K2-Expedition des Österreichischen Alpenvereins" seit Monaten akribisch vorbereitet. "Am Wochen
ende wird ein Sturm aufkommen,
danach werden wir uns langsam
ans Lager III auf 6700 Meter heran arbeiten. Wenn alles ideal
läuft, stehen wir dann am 11. Juli
ganz oben auf dem Gipfel. Auch
die Michaela, denn sie ist super in
Form."
Weitere Steirer am Nanga Parbat. Neben Landl und Göschl befinden sich derzeit übrigens auch
die Steirer Günther Unterberger
und Herbert Schütter, beide sind
Mitglieder der steirischen Bergrettung, auf den steilen Flanken
des Nanga Parbat ("Nackter
Berg"). Mit dem so erhofften Gipfelsturm soll aber nicht Schluss
sein. Denn Göschl will gleich darauf einen Blick vom K2 (8611 Meter) werfen, dem schwierigsten
und gefährlichsten Mugel unter
den Achttausendern.
In eisigen Höhen.
Dabei wird ihm aller Vorraus
sicht nach jedoch ein Landsmann
zuvor kommen. Der bekannt
schnelle "Skyrunner" Christian
Stangl aus Hall bei Admont will
den K2 nämlich zur Tagestour
degradieren und ebenfalls noch
im Juli auf einer völlig neuen
Route rauf und runter. Dass sie
dennoch vorsichtig sein werden
ist aber klar. Erst im Vorjahr verloren elf Bergsteiger auf dem K2
ihr Leben.
Wenn alles gut geht, kehren
demnächst also einige Steirer
und eine Steirerin mit großen
Taten im Gebäck zurück.










