Mindestens 18 Migranten vor Jemen ertrunken
Bei einem Schiffsunglück vor der Küste des Jemens sind mindestens 18 afrikanische Flüchtlinge ertrunken. 29 illegale Migranten galten noch als vermisst, teilte das UNO-Flüchtlingshochkommissariat UNHCR am Donnerstag in Sanaa mit. Ein Boot mit 88 Migranten aus Afrika war bei starkem Wind und hohen Wellen weitab von der Küste umgeschlagen und gesunken.
18 Leichen wurden bereits an der Küste bei Bourom, etwa 500 Kilometer östlich der Hafenstadt Aden, angetrieben. "Wir befürchten, dass noch weitere Leichen angetrieben werden", hieß es beim UNHCR.
Der Jemen gilt als Anlaufpunkt für Flüchtlinge aus Somalia, Eritrea und anderen Teilen Afrikas. Vom Jemen aus versuchen die Migranten ihr Glück auf dem Weg nach Europa oder in die reichen Öl-Staaten der Arabischen Halbinsel. In diesem Jahr sind nach UNHCR-Angaben bereits 522 Boote mit fast 26.000 Migranten aus Afrika im Jemen eingetroffen. Gleichzeitig ertranken 146 Flüchtlinge, 85 gelten als vermisst.










