Die Angst vor dem Nachzipf
Eineinhalb Wochen vor Notenschluss müssen viele Schüler noch zittern. Jetzt heißt es: Prioritäten setzen.

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Dominik kann das schöne Wetter nicht so richtig genießen. Ständig ist da die innere Stimme, die ihm zuflüstert. Oft ist es auch jene seines Vaters: "Streng dich an, andere schaffen das doch auch." Der 16-jährige Grazer Gymnasiast fühlt sich nicht gut, irgendwie als Versager. Ihm droht in Mathematik und in Englisch ein Nicht Genügend. Er kann das nur noch durch Entscheidungsprüfungen ausbügeln. Sonst droht ihm ein "Nachzipf". So wie Dominik geht es Jahr für Jahr vielen steirischen Schüler.
Was tun? Auf jeden Fall nichts, das unrealistisch ist, meint der steirische Schulpsychologe Josef Zollneritsch: "In Hinblick auf Schulschluss wird Nachhilfe jetzt nicht mehr greifen." Eine Nachprüfung ist kein Weltuntergang, auch wenn sie den Sommerferien das Unbeschwerte nimmt. Da ist auch Nachhilfe dann wieder sinnvoll.
Druck. Den Eltern der Schüler kommt gerade auch in den Wochen vor Schulschluss eine wichtige Rolle zu. Von Seiten der Schule gibt es bereits sehr viel Druck. "Eltern können den Schüler im Prinzip nur bestärken", sagt Zollneritsch. Das Leistungs-Selbstwert-Konzept des Kindes oder Jugendlichen müsse positiv beeinflusst werden. Wichtig sei es, Prioritäten zu setzen. Also zu überlegen, wie man die verbleibende Zeit sinnvoll nutzen kann. Weniger ist dabei oft mehr.
Gratwanderung. Für Eltern ist das eine Gratwanderung. Wie viel Druck ist nötig, wie viel schadet nur? "Es geht um konsequente, nachhaltige Bestärkung", rät Zollneritsch Eltern. "Wenn Jugendliche spüren, es ist wer dahinter, hat das immer eine positive Wirkung."
Helfen zu organisieren. Wichtig sei es, die Persönlichkeit des Kindes zu beachten. Denn schlechte Leistungen führen oft zu einer Gesamtabwertung des Kindes selbst. Wenn Eltern es noch zusätzlich abwerten, wird es schwierig. Zollneritsch rät dem Schüler zu helfen, sich zu organisieren. Und nachzudenken, wer sinnvolle und effiziente Unterstützung anbieten kann.
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Steirische Schüler
Neun von zehn steirischen Schülern haben im Vorjahr in höheren Schulen das Schul-











