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    Zuletzt aktualisiert: 18.06.2009 um 16:56 UhrKommentare

    Crew auf spanischer Kreuzfahrt an H1N1 erkrankt

    Zu einer Irrfahrt ohne Landgänge hat sich für 759 Urlauber und 400 Besatzungsmitglieder eine Kreuzfahrt mit dem spanischen Schiff "Ocean Dream" entwickelt. Nach der Erkrankung dreier Crew-Mitglieder an der Neuen Grippe (H1N1) wurde über den Luxusliner zunächst eine zehntägige Quarantäne verhängt, Grenada und Barbados wiesen das Schiff ab. Schließlich musste der Dampfer geräumt werden

    Tests aus Curacao bestätigten die Infektion der drei Besatzungsmitglieder, bei elf weiteren besteht der Verdacht, dass sie sich ebenfalls mit dem H1N1-Virus angesteckt haben könnten. Sie alle wurden isoliert. Passagiere sind nicht betroffen.

    Das Schiff beendet nun seine neuntägige Rundfahrt vorzeitig. Der Luxusliner habe Kurs auf die Insel Aruba genommen, wo die Reise auch begonnen habe, teilte der Veranstalter Pullmantur am Donnerstag in Madrid mit. Die Reederei wies nach Angaben der venezolanischen Behörden zurück, dass eine einwöchige Quarantäne für das gesamte Schiff gelte. Nach der Ankunft auf der Karibikinsel würden alle Passagiere "unter Beachtung aller Sicherheitsvorkehrungen" sowie die erkrankten Besatzungsmitglieder das Schiff verlassen.

    Die "Ocean Dream" machte im Hafen der zu Venezuela gehörenden Insel Margarita fest. Dort ordneten die örtlichen Behörden zunächst eine Quarantäne an. Etwa 380 venezolanischen Passagiere durften dort dann von Bord, rund 200 der übrigen Reisenden sind Spanier.

    Nach Angaben des Veranstalters ist die Stimmung an Bord trotz allem gut. Mitreisende beanstandeten in Gesprächen mit ihren Familien allerdings einen Mangel an Information. Die spanische Gesundheitsministerin Trinidad Jimenez kritisierte die Weigerung der Behörden in Grenada und Barbados, das Schiff anlegen zu lassen. Die Maßnahme sei sinnlos gewesen, weil sich das Virus längst weltweit ausgebreitet habe.

    Quelle: APA

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