"Endeavour"-Start erneut verschoben
Die legendären US-Raumfähren werden nächstes Jahr endgültig eingemottet, die letzten Reisen der Space-Shuttle geraten immer mehr zur Nervenprobe. In der Nacht auf Mittwoch ging schon wieder etwas schief: Zum zweiten Mal binnen vier Tagen musste die US-Weltraumbehörde die Reise der "Endeavour" ins All wegen eines mysteriösen Lecks am Außentank kurzfristig absagen.
Schon vor drei Monaten hatte dasselbe Problem der Raumfahrtbehörde NASA einen Strich durch die Startplanungen der "Discovery" gemacht. Jetzt soll der Space- Shuttle am 11. Juli (13.39 Uhr MESZ) zur Internationalen Raumstation ISS aufbrechen - falls nichts dazwischen kommt.
Die Orbiter gelten als alte Arbeitspferde, die ihre besten Tage hinter sich haben, ein Teil der Technik stammt noch aus den 60er Jahren. Im Mai werden die drei ausgedienten Orbiter der US-Flotte, die "Endeavour", die "Atlantis" und die "Discovery" endgültig in Pension geschickt.
Sind die Shuttles eingemottet, beginnt für die NASA die Raumfähren-freie Zeit: Frühestens Mitte des nächsten Jahrzehnts soll das Nachfolge-Vehikel fertig sein. Bis dahin ist jeder Astronaut, der zur ISS will, auf eine "Mitfahrgelegenheit" in den russischen "Sojus"-Kapseln angewiesen.
Hauptaufgabe während der 16-tägigen "Endeavour"-Mission - so sie denn gestartet werden kann - ist die Montage einer gut vier Tonnen schweren Logistikplattform am japanischen Raumlabor Kibo. Darauf sollen später Instrumente für Experimente im All installiert werden. "Eine Veranda im Weltall", so nennt die NASA die Plattform. Dort sollen etwa eine Röntgenkamera sowie Instrumente zur Untersuchung von kosmischem Staub installiert werden. Insgesamt sind fünf Außeneinsätze der Astronauten vorgesehen.











