Erste Erfolge im Kampf gegen HIV in Südafrika
In Afrika könnte eine Trendwende bevorstehen. Südafrika verzeichnet weniger infizierte Kinder als noch 2002.

Foto © ReutersIn Südafrika sind weniger Kinder und jugendlcihe mit AIDS infiziert als 2002.
Die Häufigkeit von HIV bei Kindern und
Jugendlichen hat in Südafrika deutlich abgenommen. Das belegen neue
Zahlen, die am Dienstag in der Hafenstadt Durban vorgelegt wurden.
Sie sind Teil einer Studie im Auftrag mehrerer medizinischer
Institutionen, für die 23.369 Menschen untersucht und befragt wurden.
Hoffnung.
Demnach waren 2008 etwa 2,5 Prozent aller Kinder in Südafrika von
zwei bis 14 Jahren mit dem Aids-Erreger infiziert. Im Jahr 2002 waren
es 5,6 Prozent gewesen. Die Zahlen lassen hoffen, dass in Südafrika
eine Trendwende im Kampf gegen HIV bevorsteht. "Die sinkende Zahl
HIV- infizierter Kinder verdanken wir wahrscheinlich der besseren
Behandlung HIV-positiver schwangerer Frauen", sagt Shawn Jooste, der
an der Studie beteiligt war.
Mehr Kondome.
Ein weiteres Ergebnis der Untersuchung: Es verwenden viel mehr
Jugendliche Kondome als noch vor sechs Jahren. 2002 gaben 57,8
Prozent der Männer im Alter zwischen 15 und 24 Jahren an, Kondome zu
nutzen. 2008 waren es 87 Prozent. Bei weiblichen Jugendlichen stieg
die Zahl im selben Zeitraum von 46 auf 73 Prozent. Jooste führt den
Anstieg vor allem auf gezielte Werbekampagnen zurück.
Gesamtzahl unverändert.
Gesundheitsminister Aaron Motsoaledi nannte die Ergebnisse "ein
Licht am Ende des Tunnels". Er glaube, dass Südafrika mehr tun könne,
als es bisher getan habe. "Zu viel Zeit ist darauf verschwendet
worden, sich gegenseitig zu bekämpfen, anstatt das Virus", sagte
Motsoaledi, der erst im vergangen Monat zum Gesundheitsminister
ernannt wurde. Nicht alle Zahlen des Berichtes machen allerdings Mut.
So stieg zum Beispiel in der Provinz Kwa-Zulu-Natal im Osten des
Landes die Zahl der Infizierten im Alter zwischen 15 und 49 Jahren um
10,1 Prozent. Die Gesamtzahl der Infizierten in Südafrika hat sich
außerdem kaum geändert. Sie steht bei etwa 10,6 Prozent der
Bevölkerung. Das entspricht 5,2 Millionen Menschen.










