Tierschützerin zweigte Spendengelder ab
Kassierin des Katzenschutzvereins zu zehn Monaten bedingt verurteilt. 12.700 Euro veruntreut.
"Die Leute spenden, damit die Katzen nicht leiden - und dann stecken Sie das Geld ein! Warum machen Sie so etwas?", fragt Richterin Michaela Sanin.
Schulden. "Ich war in einer finanziellen Notlage. Ich hatte 80.000 Euro Schulden", klagt die Angeklagte. Als ehrenamtliche Kassierin des Kärntner Katzenschutzvereines hat sie zwei Jahre lang immer wieder kleinere Geldbeträge abgezweigt. Laut Anklage steckte die Betroffene 12.700 Euro in die eigene Tasche. Geld, das eigentlich für Futter und Impfungen vorgesehen war. "Ihretwegen konnten die Katzen nicht so versorgt werden, wie sie sollten", sagt die Richterin zur Angeklagten. "Ich habe einfach nicht nachgedacht", seufzt die Frau. 17 Jahre sei sie Kassierin des Vereins gewesen. Irgendwann konnte sie der Versuchung, Geld zu nehmen, einfach nicht mehr widerstehen. "Es tut mir so leid." Mittlerweile hat sie die knapp 13.000 Euro wieder zurückgezahlt. Die Obfrau und der Rechnungsprüfer des Vereins haben ihr sogar privates Geld geliehen, um den Schaden wieder gutzumachen.
Chaotisch. "In diesem Verein wurden keine ausreichenden Kontrollen durchgeführt. Die Buchhaltung war chaotisch", sagt Astrid Wutte-Lang, die Anwältin jener Vereinsmitglieder, die den Fall ins Rollen brachten. Die Kassierin wird zu zehn Monaten bedingter Haft verurteilt. Doch das war noch nicht alles. "Gegen die Beschuldigte läuft auch noch ein Verfahren wegen Tierquälerei", sagt die Richterin.











