Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
20. Mai 2013 19:19 Uhr | Als Startseite
Neu registrieren
Explosion auf Elite-Militärbasis in Spanien Massenkarambolage mit mehr als 40 Autos in Spanien Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Chronik Nächster Artikel Explosion auf Elite-Militärbasis in Spanien Massenkarambolage mit mehr als 40 Autos in Spanien
Zuletzt aktualisiert: 20.05.2009 um 20:46 UhrKommentare

Schwere Missbrauchs-Vorwürfe gegen katholische Kirche in Irland

Erschütternde Ermittlungen: Tausende Kinder sind anscheinend in "Häusern des Horrors" gefangengehalten und von Nonnen und Priestern in Irland missbraucht worden.

Foto © Reuters

Gegen die katholische Kirche in Irland werden in einem Ermittlungsbericht schwere Missbrauchs-Vorwürfe erhoben: Tausende Kinder sind dem Bericht zufolge in kirchlichen Einrichtungen von Nonnen und Priestern missbraucht worden. Demnach waren rund 35.000 Kinder bis zum Jahr 1980 in Erziehungsanstalten, Schulen oder auch Heimen für Behinderte untergebracht. Rund 2500 Zeugen sagten aus, dort sexuell missbraucht oder körperlich misshandelt worden zu sein. Der Bericht ist das Ergebnis neun Jahre langer Ermittlungen einer Sonderkommission und soll am Mittwochnachmittag in Dublin vorgestellt werden.

100 Einrichtungen untersucht. Die Kommission war im Jahr 2000 ins Leben gerufen worden und ging Vorwürfen nach, die bis zu 60 Jahre zurückreichen. Für den Bericht wurden mehr als 100 Einrichtungen in ganz Irland untersucht. Die Ermittlungen kosteten den Staat rund 70 Millionen Euro.

Mit Stöcken geschlagen. Bereits 2003 war ein Zwischenbericht mit den Aussagen von 700 Zeugen veröffentlicht worden. Die Männer und Frauen berichteten, dass sie unter anderem mit Lederriemen und Stöcken geschlagen wurden. Andere wurden sexuell missbraucht. Einige beschrieben, wie sie von mehreren Tätern gleichzeitig vergewaltigt wurden. Die Regierung stellte den Opfern Entschädigungszahlungen in Aussicht.

Häuser des Horrors. Der Skandal kam nach einer TV-Dokumentation Ende der 90er Jahre ans Licht. Die Journalistin Mary Raftery sagte, die Kinder seien in "Häusern des Horrors" gefangen gewesen, teils bis sie 16 Jahre alt waren. Ein "Klima der Angst" habe vor allem in den Einrichtungen für Buben geherrscht. Viele der mutmaßlichen Täter sind bereits tot. "Die Kinder waren zu einem Leben unter einem Regime des körperlichen, sexuellen und emotionalen Missbrauchs verurteilt", sagte Maeve Lewis von der Opferorganisation One in Four. "Während es die Institutionen nicht mehr gibt, müssen die Menschen, die heute zwischen 30 und 80 Jahre alt sind, tagtäglich mit diesen Erfahrungen fertig werden."

Kirche entschuldigt sich. Nach der Veröffentlichung einer Studie hat sich das Oberhaupt der katholischen Kirche in Irland entschuldigt. Er sei "zutiefst beschämt, dass Kinder in diesen Institutionen auf so schreckliche Weise leiden mussten", sagte am Mittwoch Kardinal Sean Brady, der Primas von Irland und Erzbischof von Armagh.


Steiermark > Graz

Regenschauer
Graz
min: 9° | max: 19°
7-Tagesprognose

Aktuelle Leser-Fotos

KLEINE.tv

Der alte Mann und der Afritzer See

Christian Kind ist 66 Jahre alt und angelt sein Leben lang. Jeden Tag im...Bewertet mit 4 Sternen

 




Fotoserien

Franziskus feierte Pfingstmesse 

Franziskus feierte Pfingstmesse

 

Events & Tickets



Seitenübersicht

Zum Seitenanfang