Kritik an neuem Coaching für Alkolenker
Alkolenker, die mit 0,8 bis 1,19 Promille erwischt werden, sollen künftig ein Verkehrscoaching von Rettungskräften und Mediatoren erhalten. Ziel sei es, die Lenker für die Folgen ihres Verhaltens zu sensibilisieren. Die Begutachtungsfrist für die dafür notwendige 13. Führerscheingesetznovelle hat heute, Mittwoch, geendet. Verkehrspsychologen übten heftige Kritik an der neuen Maßnahme.
Derlei Versuche habe es in Europa mehrmals gegeben, sie erwiesen sich als wirkungslos, was das Rückfallrisiko von Alkolenkern betrifft, hieß es etwa vonseiten des Instituts alles-führerschein.at. Es wäre fahrlässig, eine bereits negativ evaluierte Maßnahme gesetzlich einzuführen, meinte Verkehrspsychologe Gregor Bartl. Im Bereich von 0,8 bis 1,2 Promille sei bisher ausschließlich die verkehrspsychologische Nachschulung seriös evaluiert worden.
"Jemand mit 1,2 Promille ist anders zu behandeln als jemand mit 0,8 Promille", sagte KfV-Sprecherin Ursula Messner zur APA. Natürlich müsse aber auch die neue Maßnahme nach einiger Zeit evaluiert werden, so wie das auch bei der verkehrspsychologischen Nachschulung der Fall war.
Vorgesehen sind im Entwurf vier Einheiten zu 50 Minuten, die in zwei Blöcken zu absolvieren sind. Der erste Teil soll von Notfallsanitätern oder -ärzten durchgeführt werden, erklärte ein Sprecher des Verkehrsministeriums. Ziel sei, den Alkolenkern die Folgen ihres Verhaltens aufzuzeigen.










