Tamilen legen Frankfurter Bahnhof lahm
Für rund zwei Stunden war der Bahnverkehr lahmgelegt. Hintergrund für die Demonstration: Das Ende des Bürgerkrieges in Sri Lanka treibt in Europa Anhänger der Rebellen auf die Straße.

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Nachdem Hunderte die Gleise besetzt hatten, wurde der Bahnhof komplett für den Verkehr gesperrt. Daraufhin konnten bis etwa 17.00 Uhr keine Züge mehr in den Bahnhof einfahren oder ihn verlassen. Am späten Nachmittag wurde der wichtige Verkehrsknotenpunkt dann wieder freigegeben. Es kam zu Verspätungen und Zugausfällen.
Schwerpunkt
Kundgebung. Wenig später zogen die Tamilen, deren Zahl die Polizei am Abend
mit bis zu 600 angab, vom Bahnhof weiter durch das Bahnhofsviertel
der Mainmetropole in Richtung Innenstadt. Dort fand an der Hauptwache
eine Abschlusskundgebung statt, die den Einsatzkräften zufolge gegen
19.00 Uhr beendet war. Ausschreitungen gab es laut Polizei nicht, in
lediglich einem Fall wurden die Personalien festgestellt.
Aktion in Düsseldorf. Bereits am Samstagnachmittag war der Bahnverkehr im Düsseldorfer
Hauptbahnhof von Demonstranten fast eine Stunde lang massiv behindert
worden. Wie die Polizei am Abend mitteilte, blockierten diese
zunächst einen ICE, indem sie vor dem Zug auf die Gleise liefen.
Anschließend setzten sie sich auf mehreren Gleisen nieder.
Gleise gesperrt. Aus Sicherheitsgründen sperrte die Bundespolizei alle Gleise des
Bahnhofs. Nach mehreren Gesprächen setzten die Demonstranten ihren
Protest gegen die Kämpfe in ihrer Heimat Sri Lanka außerhalb des
Bahnhofs fort.
Verspätungen. Durch die Streckensperrungen gab es zahlreiche Verspätungen und
Behinderungen im Bahnverkehr. 48 Züge fielen den Angaben zufolge
teilweise und fünf Züge ganz aus. Neun Züge mussten umgeleitet
werden.
Features
Stichwort
Fakten
Hintergrund der Proteste ist das gewaltsame Ende des Bürgerkriegs
in Sri Lanka, bei dem die sogenannten Befreiungstiger der tami-











