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Zuletzt aktualisiert: 17.05.2009 um 14:19 Uhr

Türkin wurden Ohren und Nase abgeschnitten

Weil sie angeblich ihren Mann betrog und dadurch die "Familienehre" beschmutzte, sind einer jungen Frau in der Türkei Nase und Ohren abgeschnitten worden.

Foto © Reuters

Die 23-Jährige wurde in der vornehmlich von Kurden bewohnten östlichen Provinz Agri schwer verletzt aufgefunden, wie die türkischen Zeitungen "Milliyet" und "Hürriyet" am Sonntag berichteten. Nach Ärzteangaben schwebte sie in Lebensgefahr.

Verstümmelt und gefoltert. Sie wurde den Angaben zufolge auch mit einer Stichwaffe im Unterleib verletzt und vor der Verstümmelung offenbar von Familienangehörigen gefoltert. Die Polizei nahm den Berichten zufolge acht Verdächtige fest, der Mann des Opfers war auf der Flucht.

Wie im Mittelalter. In der Türkei fallen alljährlich zahlreiche Frauen sogenannten Ehrenmorden zum Opfer. Obwohl die Regierung mittlerweile drakonische Strafen gegen solche Verbrechen verhängt, halten vor allem im Südosten Anatoliens viele Menschen an der brutalen Tradition fest. In manchen Fällen wurden Frauen sogar getötet, weil sie sich mit Fremden unterhielten, sich im Radio die Ausstrahlung eines bestimmten Liedes wünschten oder Opfer einer Vergewaltigung wurden.


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