Hahn hält an CERN-Ausstiegsentscheidung fest
Wissenschaftsminister Hahn hält trotz der wachsenden Kritik an seinem Plan fest, aus dem Europäischen Kernforschungszentrum CERN auszusteigen. "Der Beschluss war reiflich überlegt, ich habe keine Veranlassung an dieser Entscheidung etwas zu verändern", sagte Hahn am Samstag im ORF-Mittagsjournal. Er habe dabei auch die Rückendeckung von ÖVP-Bundesparteiobmann Pröll.
Am Freitag hatte sich auch Bundeskanzler Faymann "tendenziell" gegen den Ausstieg Österreichs aus CERN ausgesprochen. Er zeigte sich "beunruhigt, wenn man aus einem solchen internationalen Projekt aussteigt und so etwas wie Unverlässlichkeit signalisiert. Forschung ist ein sehr sensibler Bereich und braucht Dauer und Beständigkeit", so Faymann im "Standard". Am Montag wollen Hahn und Faymann in dieser Causa zusammentreffen. Hahn sagte aber, dass er sich dabei nicht umstimmen lassen wird. Er werde ihm vielmehr "erklären, was die Beweggründe dafür sind. Es ist einfach die Möglichkeit, mit dem Geld viel mehr Optionen zu schaffen, international und national."
Die Aufregung um die CERN-Mitgliedschaft Österreichs findet der Minister "mittlerweile reichlich skurril", es handle sich hier "um eine Zwei-Prozent-Beteiligung". Dass andere Länder CERN-Mitglied werden wollen, während Österreich seinen Ausstieg anstrebe, zeigt für den Minister "die Dynamik in der Wissenschaftslandschaft". Die Oppositionsparteien sprachen sich unterdessen am Samstag unisono gegen einen CERN-Ausstieg aus.













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