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Zuletzt aktualisiert: 13.05.2009 um 23:09 UhrKommentare

Europäer schießen größte Weltraumteleskope ins All

Das Teleskop-Tandem "Herschel" und "Planck" stellt "Hubble" in den Schatten. Die beiden Riesen-weltraumteleskope sollen neue Aufschlüsse zum Urknall liefern. "Hubble" wurde indes zum letzten mal gewartet.

"Herschel" und "Planck" sollen neue Erkenntnisse über den Ursprung des Universums liefern.

Foto © APA"Herschel" und "Planck" sollen neue Erkenntnisse über den Ursprung des Universums liefern.

Mit den bisher größten Weltraumteleskopen "Herschel" und "Planck" wollen die Europäer erstmals Licht in die Entstehung des Universums bringen. Das Teleskop-Tandem soll am Donnerstag an Bord einer Ariane-Rakete vom Weltraumbahnhof Kourou ins All geschossen werden und die schon faszinierenden Einblicke des in die Jahre gekommenen "Hubble"-Teleskopes in den Schatten stellen. "Wir werden die Grenzen der Weltraumastronomie verschieben", jubelt die federführende Europäische Weltraumagentur ESA.

Urknall. Das Universum war nach dem Urknall für Millionen von Jahren völlig dunkel, bevor sich erste Sterne und Galaxien bildeten. Bis in diese Zeit soll "Herschel" zurückblicken. Möglich wird dies durch einen Spiegel von 3,5 Metern Durchmesser und unerreicht leistungsstarke Infrarotsensoren, mit denen das Fernrohr in die Weiten des Alls späht.

Hubble eingefangen. In rund 530 Kilometer Entfernung von der Erde hat die Besatzung des Shuttle "Atlantis" am Mittwoch planmäßig das Weltraumteleskop "Hubble" eingefangen. Während der Shuttle und "Hubble" nebeneinander um die Erde kreisten fuhr die US-Astronautin Megan McArthur einen 15 Meter langen Greifarm des Shuttle aus und holte sich das elf Tonnen schwere Teleskop, um es für mehrtägige Reparatur- und Wartungsarbeiten zu fixieren. Knapp eine Stunde später wurde "Hubble" in die Ladebucht von "Atlantis" gehievt.

Letzte Wartung. Es handelt sich um die fünfte und letzte Wartung des Teleskops, das seit 1990 im All ist und seitdem atemberaubende Bilder unter anderem über kollidierende Galaxien zur Erde sendete. Ein erster Außeneinsatz der Astronauten steht bereits an diesem Donnerstag bevor: In einem sechseinhalbstündigen Außeneinsatz sollen die Astronauten eine neue Kamera installieren, mit der "Hubble" noch tiefer in die unendlichen Weiten des Weltalls blicken kann.


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