Deutsche Krankenkassen verkauften Patienten-Daten
Bei den gesetzlichen Krankenkassen Deutschlands bahnt sich einem Zeitungsbericht zufolge ein neuer Datenschutz-Skandal mit Patientendaten an.

Foto © aboutpixel.de | snygo
Wie die "Bild"-Zeitung
(Mittwochsausgabe) berichtet, sollen in mindestens zwei Fällen
Krankenkassen dem Sozialgeheimnis unterliegende Versichertendaten an
eine Privatversicherung verkauft haben, damit diese gezielte
Zusatzversicherungen anbieten kann.
Aufzeichnungen.
"Bild" zufolge wurden die Verstöße bei Kontrollen des Bundesbeauftragten für den Datenschutz, Peter Schaars, bei zwei
Krankenkassen festgestellt. In beiden Fällen habe Schaar Anzeige
erstattet. Die Staatsanwaltschaften Oldenburg und Aurich ermittelten
deshalb gegen die IKK Weser-Ems, hieß es weiter. Schaar zufolge habe
die Privatversicherung mit Hilfe der Daten Kunden angerufen und ihnen
dabei den Eindruck vermittelt, dass sie im Auftrag ihrer gesetzlichen
Kasse Zusatzversicherungen anbiete. Dabei sollen die Mitarbeiter der
Privatversicherung auch Gesundheitsdaten der Angerufenen wie
"Krebs/darmkrank", "keine Zähne" erhoben und in Listen gespeichert
haben.
Zusammenhänge.
Schaar sieht in dem Verhalten der Kassen einen strafbaren Verstoß
gegen den Datenschutz, da die Kassen die Daten gegen Bezahlung
weitergegeben haben. Der Zeitung sagte er: "Die Krankenkassen hätten
Daten, die dem Sozialgeheimnis unterliegen, nicht ohne Einwilligung
der Versicherten weitergeben dürfen." Er gehe davon aus, dass es sich
bei betroffenen Krankenkassen nicht um Einzelfälle handle: "Ich
fürchte, dass auch andere gesetzliche Krankenkassen ähnlich mit
Privatversicherungen zusammenarbeiten."
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Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz, Peter Schaar, befürchtet dem Blatt zufolge, dass Datenverkäufe auch bei anderen Krankenkassen üblich ist.












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