Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
19. Mai 2013 23:44 Uhr | Als Startseite
Neu registrieren
Justiz macht Druck auf weiteren Textil-Unternehmer Kilometerhohe Aschewolke über Vulkan in Alaska Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Chronik Nächster Artikel Justiz macht Druck auf weiteren Textil-Unternehmer Kilometerhohe Aschewolke über Vulkan in Alaska
Zuletzt aktualisiert: 19.05.2009 um 09:20 Uhr

Ebensee-Beschuldigter: "Sollte doch nur ein Jugendstreich sein"

16-Jähriger wollte "niemanden verletzen oder bedrohen" und sucht nun eine Möglichkeit, sich "per Video an die Öffentlichkeit zu wenden".

Foto © AP

Nach der Neonazi-Störaktion vom 9. Mai in der Gedenkstätte des ehemaligen KZ Ebensee (Bezirk Gmunden) hat der Verteidiger eines 16-jährigen Hauptverdächtigen Montagabend eine handschriftliche Entschuldigung seines Mandanten an das Mauthausen Komitee Österreich veröffentlicht.

"Nur ein Streich". "Wir wollten niemanden bei unserem rücksichtslosen Handeln (Schießen) verletzen oder bedrohen. Es sollte nur ein Jugendstreich sein", heißt es darin. Kommende Woche finde eine Haftverhandlung statt, kündigte Rechtsanwalt Kurt Waldhör an. "Ich kann gut verstehen, dass sie (die offensichtlich von Geschoßen getroffenen Personen, Anm.) sich sehr aufregen und geärgert haben, wenn ich mir überlege, dass entweder sie selbst von den Ereignissen in Ebensee betroffen waren oder Vater oder Opa verloren haben", zitierte Waldhör aus einem Gespräch mit dem 16-Jährigen.

"Hält das nicht mehr aus". Der Bursch habe in der Untersuchungshaft immer wieder Berichte zu dem Vorfall im Fernsehen gesehen, er halte das nicht mehr aus, erklärte der Verteidiger. Der Jugendliche überlege, ob es nicht eine Möglichkeit gebe, sich ebenfalls per Video an die Öffentlichkeit zu wenden. Beim ersten Treffen zwischen ihm und seinem Mandanten habe dieser gesagt, dass er den Tag, an dem es zu dem Zwischenfall kam, am liebsten aus seinem Leben streichen würde.


Vorgeschichte

Bei der Gedenkfeier zur Befreiung des früheren Nebenlagers des KZ Mauthausen sollen drei Jugendliche mit Softguns auf Besucher geschossen und gemeinsam mit zwei Freunden Naziparolen gerufen haben. Über zwei 16-Jährige wurde Unter-suchungshaft verhängt.

10 Jahre Haft drohen

Den noch unbekannten Tätern der Störaktion drohen bis zu zehn Jahre Haft. Für den Strafrechts-experten Helmut Fuchs von der Universität Wien handelte es sich bei dem Vorfall "klar" um nationalsozialis-tische Wiederbetätigung im Sinne des Verbots-gesetzes, sagte er am Montag auf Anfrage der Austria Presse Agentur.

Steiermark > Graz

Wolkig
Graz
min: 10° | max: 24°
7-Tagesprognose

Aktuelle Leser-Fotos

KLEINE.tv

Der alte Mann und der Afritzer See

Christian Kind ist 66 Jahre alt und angelt sein Leben lang. Jeden Tag im...Bewertet mit 5 Sternen

 




Fotoserien

Zyklon "Mahasen" erreicht Bangladesch 

Zyklon "Mahasen" erreicht Bangladesch

 

Events & Tickets

Genussball 2013 Tipp

Genussball 2013

30.05.13 Graz
Tickets bestellen


Seitenübersicht

Zum Seitenanfang