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Zuletzt aktualisiert: 11.05.2009 um 14:43 UhrKommentare

Wetter lässt Kaltenbrunner am Lhotse warten

Schneefall, Kälte und Windböen verzögern derzeit den Aufstieg von Gerlinde Kaltenbrunner auf den Lhotse (8.516 m). Gemeinsam mit ihrem deutschen Ehemann Ralf Dujmovits sowie den Alpinisten David Göttler (GER) und Hirotaka Takeuchi (JPN) wartet die Oberösterreicherin derzeit im Basislager auf besseres Wetter. Bis Anfang Juni hat die 38-Jährige Zeit, ihren zwölften Achttausender zu besteigen.

Vom Wettermann ihres Vertrauens, Karl Gabl aus Innsbruck, gab es zuletzt keine guten Nachrichten. Zu große Kälte und heftige Winde im Gipfelbereich des Lhotse machen einen Aufstieg derzeit unmöglich. Zwar gäbe es vielleicht am 14./15. Mai ein kleines Wetterfenster für einen Gipfelversuch, allerdings würden dann immer noch Temperaturen von minus 30 bis minus 40 Grad auf sie warten, berichtet Kaltenbrunner der APA aus dem Basislager. "Bei solchen Temperaturen ist die Gefahr zu groß, dass man sich Erfrierungen holt", so die Alpinistin.

Wahrscheinlicher ist da ein - laut Gabl - sich abzeichnendes Wetterfenster um den 20. Mai herum. Da sollen Wind und Temperaturen passen. "Wenn sich das bestätigt, würden wir eventuell am 18. Mai aufbrechen. Bis dahin heißt es Warten", meint Kaltenbrunner.

Die Zeit vertreiben sich die gelernte Krankenschwester und ihre drei Bergpartner derweil mit Musik hören, Lesen, kleinen Wanderungen oder Besuchen bei benachbarten Expeditionen im Basislager. Die Gefahr eines Lagerkollers sieht sie nicht. "Geduld ist ein wichtiger Faktor für den Erfolg von Expeditionen", weiß die 38-Jährige von früheren Bergtouren.

Bekommt das Quartett Grünes Licht, soll es idealerweise in drei Biwaks - also mit drei Übernachtungen am Berg - hinauf zur Spitze des Lhotse gehen. Sorgen macht Kaltenbrunner ein wenig der gefährliche Khumbu-Eisbruch, durch den sie sowohl beim Auf- als auch beim Abstieg müssen. Erst am Sonntag war dort der oberösterreichische Alpinist Walter Laserer beim Abgang einer Eislawine nur knapp dem Tod entronnen. "Die Eisstaubwolke ist bis ins Basislager gekommen", berichtete Kaltenbrunner.

Quelle: APA

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