"Atlantis" startet zur letzten Reparatur-Mission
Start zu einer spannenden und riskanten Mission: Sieben Astronauten sollten am Montagabend (MESZ) an Bord des Space-Shuttle "Atlantis" zu einer elftägigen Reise aufbrechen, um das Weltraumteleskop "Hubble" zu reparieren. Dazu sind fünf Arbeitseinsätze im Freien geplant. Ziel ist es, das Observatorium so gut in Schuss zu bringen, dass es mindestens bis zum Jahr 2014 einsatzfähig bleibt.
Und die Astronomen mehr denn je begeistert: Hat das 1990 ins All geschickte Teleskop bereits in den vergangenen Jahren immer wieder spektakuläre Bilder zur Erde gesendet, soll sein Blick ins Universum nun mit einer neuen Kamera noch weiter reichen und schärfer werden. Insgesamt erhofft sich die NASA von der Mission, dass "Hubbles" Effektivität um das 90-Fache gesteigert wird.
Der Start auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida war für 20.01 Uhr MESZ geplant. Dort steht für den Notfall auch eine zweite Raumfähre bereit: Sollte etwas dramatisch schiefgehen, würde die "Endeavour" losgeschickt, um die Astronauten mit einem Greifarm an Bord zu holen.
Richtig spannend wird es zunächst am Mittwoch: Dann soll der Shuttle-Roboterarm das 13 Meter lange und elf Tonnen schwere Observatorium "einfangen" und in die Ladebucht der Raumfähre hieven. Danach geht es dann Schlag auf Schlag: Von Donnerstag bis Montag stehen täglich rund sechseinhalbstündige Astronauten-Außeneinsätze an.
Bereits beim ersten Ausstieg etwa soll die neue "Wide Field Camera 3" installiert werden, die noch weiter in die Frühzeit des Universums schauen kann. "Hubble" wird auch einen neuen Computer, mehrere neue Apparate zur exakten Ausrichtung des Teleskops und frische Batterien erhalten.










