Sturm wütet in Hamburg
Ein schwerer Sturm hat am Freitagabend in der norddeutschen Hafenstadt Hamburg Bäume entwurzelt und Hausdächer abgedeckt.

Foto © Reuters
Nach Angaben der Feuerwehr wurde eine Frau von einem
umstürzenden Baum leicht verletzt. Auf der Elbe kenterten mehrere
Boote. Bei den Feiern zum Hafengeburtstag ad landete ein
Fallschirmspringer unplanmäßig in der Elbe, blieb aber unverletzt.
Zwei weitere Springer wurden einige Kilometer weit abgetrieben, wie
Feuerwehrsprecher Stefan Ottilie mitteilte.
160 Einsätze.
Der Sturm der Stärke zehn ließ auch mehrere Bäume auf eine
S-Bahn-Strecke stürzen. Ein Zug fuhr hinein. Größerer Schaden sei
aber nicht entstanden, sagte der Sprecher weiter. Die etwa 400
Fahrgäste wurden mit Bussen weitertransportiert. Die Hamburger
Feuerwehr zählte über 160 Einsätze und war stundenlang mit
Aufräumarbeiten beschäftigt.
Sturm zieht nordwärts.
Auch in Schleswig-Holstein hielt die Sturm- und Gewitterfront die
Feuerwehr in Atem. Gegen 22 Uhr zählte die Regionalleitstelle in Kiel
bereits rund 30 Einsätze für das Kreisgebiet Rendsburg-Eckernförde,
wie die dortige Feuerwehr mitteilte. Fast ausschließlich handelt es
sich dabei um das Entfernen umgestürzter Bäume und abgebrochener
Äste.
"Nur" Sachschäden.
Der größte Einsatz lief den Angaben zufolge in Damp. Dort hatten
sich mehrere Sportboote losgerissen und waren zum Teil auch
gekentert. Über Personenschäden lagen zunächst keine Meldungen vor.










