Tirol: Alle sechs Lawinenopfer in 56 Minuten geborgen
Alle Toten waren zwischen 90 Zentimeter und 2,5 Meter unter den Schneemassen begraben.

Foto © APADie sechs Lawinenopfer aus Tschechien konnten schnell gefunden werden.
Alle sechs Opfer des tragischen Lawinenunglücks in
Sölden konnten am Sonntag innerhalb von 56 Minuten geborgen werden.
Sie lagen 90 Zentimeter bis zweieinhalb Meter unter den Schneemassen, wie der
Einsatzleiter der Bergrettung, Ronald Ribis, der APA erklärte.
Einsatz vertagt.
Wegen der Lawine liegen an der Unglücksstelle nun acht Meter
Schnee. Schon gestern hatten die Einsatzkräfte versucht, zur
Unglücksstelle zu fliegen. "Das war aber wegen des schlechten Wetters
nicht möglich", sagte Ribis. Auch zu Fuß habe es keine Möglichkeit gegeben, zur Unglücksstelle auf 3.000 Metern Höhe zu gelangen. Der Zustieg wäre nur über eine Schlucht möglich gewesen, was aber zu gefährlich war. Im Laufe des späten Nachmittags habe es außerdem
begonnen zu schneien, weshalb auch die weiteren Versuche gescheitert seien, mit dem Hubschrauber zur Unglücksstelle zu gelangen. Um 19.00 Uhr wurde der Einsatz schließlich auf Sonntag
früh vertagt.
Lawinensuchgeräte.
Bereits um 5.40 Uhr sei am Sonntag der Hubschrauber in Richtung
Schalfkogel gestartet. Fünf Hundestaffelführer seien mitgeflogen.
Bereits nach zwei Minuten wurde die erste Leiche geborgen.
"Alle Personen waren mit Lawinensuchgeräten ausgestattet. Zur
Punktortung haben wir noch mit Sonden gesucht", sagte Ribis. Der Einsatz konnte rasch beendet werden. Die Leichen der Opfer wurden nach Obergurgel geflogen.











