Motivsuche bei Doppelmord in Kärnten
Über das Motiv einer Bluttat, bei der am Donnerstag in Gödersdorf (Gemeinde Finkenstein, Bezirk Villach Land) in Kärnten ein 60 Jahre alter Polizist und dessen 53 Jahre alter Bruder erschossen worden sind, herrschte am Freitag weiterhin Rätselraten. Als dringend Tatverdächtiger wurde der 35 Jahre alte Sohn des Exekutivbeamten festgenommen.
"Die Einvernahmen haben erst begonnen", erklärte Oberst Christian Martinz am Freitag gegenüber der APA. Es dürfte allerdings erhebliche "Spannungen im familiären Umfeld" gegeben haben.
"Die Umfelderhebungen sind in vollem Gange", sagte Martinz. Nach der Obduktion der Leichen war aber klar, dass die Opfer mit mehreren Schüssen aus der Tatwaffe - einem Gewehr - getötet wurden. Weiters wurde überlegt, über den Verdächtigen ein psychiatrisches Gutachten erstellen zu lassen. Nach der Tat hatte der 35-Jährige mit dem Gewehr in einem Lokal um sich geschlagen und zwei unbeteiligte Männer am Kopf verletzt.
Bei der Tatwaffe handelt es sich um einen Karabiner 762, laut Angaben der Exekutive wurde zur Ausführung der Bluttat Jagdmunition verwendet. Der Verdächtige gab in den ersten Einvernahmen an, die Langwaffe vor Jahren legal erworben zu haben.











