Fischer blockieren Ärmelkanal
Französische Fischer protestieren seit Dienstag gegen EU-Quoten beim Fischfang. Drei nordfranzösische Häfen sind blockiert, wie die BBC und Le Monde berichten.

Foto © ReutersFischerboote blockeiren mehrere französische Häfen.
Seit Dienstag gibt es in den Häfen Calais, Dünkirchen und Boulogne-sur-Mer im Norden Frankreichs weder ein noch aus. Für diese Blockade sorgen französische Fischer, die die Häfen mit ihren Booten blockieren. Sie protestieren gegen die Fang-Quoten bei Dorsch und Seezunge, die die EU-Kommission im Dezember beschlossen hat.
Bedroht.
Laut der Europäischen Kommission dienen die Beschränkungen dazu, die Überfischung der beiden Fischarten zu verhindern. "Bei den Quoten gibt es keinen Verhandlungsspielraum. Ganz einfach deshalb, weildiese von den Mitgliedsstaaten jedes Jahr im Dezember beim Agrar- und Fischereirat festgelegt werden. Diese Entscheidung basiert auf wissenschaftlichen Erkenntnissen", sagt der Sprecher des Fischerei-Kommissars, Joe Borg.
"Bloß kein Geld".
Die finanziellen Begleitmaßnahmen, die der französische Landwirtschafts- und Fischereiminister Michel Bernier den Fischern angeboten hat, hat die Arbeitergewerkschaft CFDT bisher kategorisch abgelehnt. Mittlerweile sind die Fischer aber bereit, mit dem Minister zu verhandeln. "Eine finanzielle Hilfe kommt nicht in Frage. Wir wollen über die Quoten reden", meint dazu der zuständige Gewerkschafter Stéphane Pinto.










