Verheerende Ausbeutung der Weltmeere
Jährlich werden wertweit 38 Millionen Tonnen Fisch wieder zurück ins Meer geworfen. Viele Arten werden sehr bald vom Aussterben bedroht sein.

Foto © APAViele Fischerbotte fangen mehr Fisch als nötig.
40 Prozent des weltweit gefangenen Fischs werden weggeworfen und nicht verarbeitet. Dies ergab eine kürzlich veröffentlichte, wissenschaftliche Studie zum weltweiten Beifang. Die Studie entstand unter Mitwirkung des WWF und beruht auf Daten von 46 Nationen. Die Ergebnisse sind noch alarmierender als angenommen.
Lebensraum Wasser
Vom Hai nur die Flosse.
Besonders drastisch ist die Jagd auf Haie: lediglich die Flossen der Tiere werden verwertet, der Rest wird weggeworfen. "Dies ist der alamierenste Fall von verschwenderischem Fischfang", so WWF-Meeresexperte Georg Scattolin. "Es gibt bereits simple und wirksame Methoden, um den Beifang zu reduzieren. Allerdings müssen diese Methoden zur Regel werden. Noch sind sie eine Ausnahme."
Überflüssiger Beifang.
Fischerboote, die aufs Meer hinausfahren, suchen vor allem nach ihrem "Zielfang". Oft ziehen sie große Schleppnetze am Meeresboden entlang. Was ihnen dabei ins Netz geht, ist für sie großteils nutzlos. Der so genannte "Beifang" - das sind Delfine, Wale, Schildkröten oder Seevögel - wird später aussortiert und verletzt, sterbend oder tot wieder ins Meer geworfen.
Zeit und Geld.
Der Beifang kostet den Fischern Zeit und Geld und trägt langfristig zur Überfischung der Meere bei. Somit gefährdet er nicht nur die Existenz der Fischer selbst, sondern auch die weltweite Nahrungsversorgung. Viele Spezies sind bereits an den Rand des Aussterbens gedrängt.
Gütesiegel.
Auch als Konsument kann man den schonenden Fischfang unterstützen. Der WWF empfiehlt, beim einkauf auf das blaue MSC-Gütesiegel für Fische und Meeresfrüchte zu achten. Dabei handelt es sich um das weltweit einzig anerkannte Gütesiegel für nachhaltige Meeresfischerei











