Italien: Obdachlose befürchten Regen
Fünf Tage nach dem Erdbeben in Italien besteht kaum noch Hoffnung Überlebende zu finden. Der Regen, der für die kommenden Tage vorhergesagt wird, könnte das Leben in den Zeltlagern wesentlich erschweren.
Fünf Tage nach dem Erdbeben in Italien ist die
Zahl der Toten am Samstag auf 293 gestiegen. Zuletzt wurden die
Leiche eines Mannes und einer 40-jährigen Frau aus den Trümmern
geborgen. Am Vormittag war die Leiche einer 70-jährigen Frau geborgen
worden. Die Hoffnung, Überlebende zu finden, ist äußerst gering. Die
Suche nach Vermissten soll bis Sonntag fortgesetzt werden,
berichteten die Rettungseinheiten. Alle Leichen konnten identifiziert
werden.
Schlechtes Wetter.
Die Obdachlosen, die sich auf einen schweren Ostersonntag
vorbereiten, befürchten das schlechte Wetter. Laut Wettervorhersagen
sollte es in den nächsten Tagen regnen, was die Lebensbedingungen in
den 32 Zeltlagern in der Krisenregion wesentlich erschweren könnte.
Am Samstag kam es wiederholt zu Nachbeben, die die Obdachlosen in
Angst versetzten.
Unterstützung.
Am Ostersonntag wird Regierungschef Silvio Berlusconi die
Obdachlosen besuchen. Er teilte mit, dass jede Obdachlosen-Familie
einen monatlichen Beitrag von 400 Euro erhalten wird, wenn sie aus
vier Personen besteht. Auch Familien mit Behinderten und Pensionisten
werden den Beitrag erhalten. Hinzu will die Regierung Förderungen für
Familien gewähren, die sich ihre Wohnung selbst renovieren. Auf diese
Weise hofft die Regierung, dass die Wiederaufbauarbeiten zügiger
voranschreiten werden.
Sponsoren.
Der Erzbischof von L'Aquila, Giuseppe Molinari, meinte, dass
Staaten, die ihre Hilfe angeboten haben, die Kosten für die
Finanzierung einer Kirche oder eines Monuments übernehmen könnten.
"Alle Kirchen der Stadt sind zusammengebrochen oder beschädigt,
angefangen von der Kathedrale. Ein Sponsor aus dem Ausland wäre eine
große Hilfe", sagte der Bischof.











