Somalische Piraten kaperten deutschen Frachter
Somalische Piraten haben im Indischen Ozean einen deutschen Frachter mit 24 Personen an Board in ihre Gewalt gebracht. Wie ein Verantwortlicher der Schifffahrtsbehörden am Sonntag in Nairobi mitteilte, wurde der 20.000-Tonnen-Frachter am Samstag rund 400 Seemeilen von der Küste Somalias zwischen Kenia und den Seychellen gekapert. Auch deutsche Staatsbürger befinden sich angeblich an Bord.
"Wir müssen davon ausgehen, dass deutsche Staatsbürger betroffen sind", sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes am Sonntagabend in Berlin. Im Ministerium sei ein Krisenstab eingerichtet worden, der sich um die Angelegenheit kümmere. Weitere Angaben, etwa zum Namen des entführten Schiffes, wollte die Sprecherin nicht machen.
In den vergangenen Monaten waren deutsche Frachter bereits mehrfach Ziel von Piratenüberfällen. Ende März war der Frachter "MV Longchamp" mitsamt seiner Besatzung nach zwei Monaten wieder freigekommen. Das deutsche Versorgungsschiff "Spessart", das im Zuge der EU-Mission "Atalanta" in den Golf von Aden entsandt wurde, war Ende März von Piraten beschossen worden.











