Polizist nach Anschlag aus Spital entlassen
Eine Woche nach dem mysteriösen Sprengstoffanschlag in St. Johann im Pongau hat der verletzte Polizist am Samstagnachmittag das Krankenhaus Schwarzach verlassen können. Der 50-Jährige hatte durch die Explosion einer mit Sprengstoff versetzten Kabeltrommel in der Garage der Polizeiinspektion eine Verletzung an der Hand und einen Gehörsturz an beiden Ohren erlitten.
Durch die Explosion waren Splitter der zerfetzten Kabeltrommel in die Hand des Beamten geraten, sie musste operiert werden. "Die Heilung ist gut verlaufen", zeigte sich der Leiter der Unfallchirurgie des Krankenhauses Schwarzach, Franklin Genelin, zufrieden. "Er wird die Hand wieder voll einsetzen können."
Der Beamte wird sich nun zu Hause erholen, "er bleibt vorläufig im Krankenstand", sagte für diesen mysteriösen Fall zuständige Pressesprecherin im Landespolizeikommando, Karin Temel. Die Dauer des Krankenstandes ist noch nicht absehbar, die Verletzungen des Polizisten werden ambulant weiterbehandelt.
Die Hintergründe des Anschlages sind noch unklar, die Ermittlungen nach den bisher unbekannten Tätern laufen. Konkrete Hinweise aus der Bevölkerung zum dem Sprengstoffattentat sind bei der Polizei bisher nicht eingelangt. In der kommenden Woche soll das Ergebnis der kriminaltechnischen Untersuchungen vorliegen.
Bei dem Sprengstoff dürfte es sich um Gelatine-Donarit gehandelt haben, der u.a. für Tunnel-Sprengungen verwendet wird. Angeblich war der in der Kabeltrommel eingebaute Sprengstoff veraltert, explodiert ist offenbar nur der Zünder.











