Faule Eier: Große Preisunterschiede bei Eipreisen
Der Osterhase scheint unterschiedlich viel für seine Arbeit zu verlangen. Konsumentenschützer decken große Preisedifferenzen bei Ostereiern auf.

Foto © APKein Ei gleicht dem anderen - zumindest beim Preis
Preislich scheint kein Ei dem anderen zu gleichen. Das stellte ein Test der Arbeiterkammer fest. Demnach gäbe es große Unterschiede bei frischen und gekochten Eiern, die gleicher Größe und Herkunft sind.
147 Prozent Preisunterschied.
Bei zehn Supermärkten und Diskontern in Klagenfurt haben die AK-Konsumentenschützer die Preise verglichen. Erhoben wurden die Preise für rohe und gekochte Eier aus Boden- und aus Freilandhaltung sowie aus biologischer Herkunft in den Größen S, M, L und XL.
Ergebnis des Preisvergleichs: Beim Stückpreis gibt es große Unterschiede - zum Teil bis zu 147 Prozent. ?Nachdem das Ei bei der Osterjause einen festen Platz hat, zahlt sich beim Kauf ein Blick aufs Preisschild auf jeden Fall aus“, sagt die Leiterin des AK-Konsumentenschutzes, Josefine Traunik.
Was kosten die Eier? Die größte Preisdifferenz stellte die AK bei rohen Eiern aus Bodenhaltung fest. Sie kosten pro Stück (Größe M) zwischen 17 und 42 Cent – ein Unterschied von 147 Prozent! Bei Freilandeiern der gleichen Größe kostet das Stück zwischen 22 und 50 Cent (127 Prozent Unterschied).
Eier der Größe L bekommt man zwischen 25 und 54 Cent (116 Prozent Preisunterschied). Für Bio-Eier der Größe M muss man zwischen 33 und 50 Cent zahlen, bei Größe L zwischen 33 und 56 Cent - eine Differenz von knapp 70 Prozent!
Die Preise bei XL-Freilandeiern liegen zwischen 26 und 53 Cent - 103 Prozent Unterschied. XL-Eier aus Bodenhaltung kosten hingegen annähernd gleich viel, nämlich zwischen 29 und 33 Cent (13,8 Prozent Unterschied).
Bereits gefärbte Bio-Eier kosten zwischen 50 und 58 Cent, für gefärbte Freilandeier bezahlt man zwischen 42 und 80 Cent und für jene aus Bodenhaltung zwischen 24 und 47 Cent.
Features
Kennzeichnungspflicht
Die Informationen auf der Verpackung und auf dem Ei selbst sind eine große Hilfestellung für die Verbraucher und gewährleisten eine lückenlose Rückverfolgbarkeit jedes einzelnen Eies“, betont Traunik. Erfreulich: Es werden keine Eier aus Käfighaltung mehr angeboten, denn in Österreich ist die Käfighaltung von Legehennen seit 1. Jänner 2009 verboten.










