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Zuletzt aktualisiert: 22.03.2009 um 21:58 UhrKommentare

Eine Milliarde Menschen hat kein sauberes Trinkwasser

In Istanbul ist am Sonntag die Weltwasserkonferenz zu Ende gegangen. Umweltschützer kritisieren, dass die 20.000 Teilnehmer keine Antorten darauf gefunden haben, wie die Gefahr einer dramatischen Wasserkrise eingedämmt werden könne.

UNESCO warnt: Probleme mit Wasserversorgung könnten sich noch verschärfen.

Foto © ReutersUNESCO warnt: Probleme mit Wasserversorgung könnten sich noch verschärfen.

Das Weltwasserforum in Istanbul ist am Sonntag mit einem Appell für eine bessere Trinkwasserversorgung zu Ende gegangen. In einer von Delegationen aus mehr als hundert Ländern unterzeichneten Erklärung zum Weltwassertag forderten die Teilnehmer gemeinsame Anstrengungen zur Lösung von Konflikten um Wasser, gegen Überschwemmungen und Dürren sowie eine bessere Nutzung und Verteilung der wertvollen Ressource. Der türkische Umweltminister Veysel Eroglu bezeichnete die Erklärung als "wichtiges Dokument", das künftig als Richtschnur auf Regierungsebene dienen werde.

Grundrecht auf Wasser. Zum Missfallen vieler Teilnehmer verzichtete die Abschlusserklärung allerdings darauf, sauberes Trinkwasser als Menschenrecht zu definieren. Frankreich, Spanien sowie mehrere Länder aus Afrika und Lateinamerika hatten sich in den siebentägigen Beratungen dafür eingesetzt, Wasser in dem Abschlussdokument des Forums nicht nur als "menschliches Grundbedürfnis", sondern als Recht zu bezeichnen. Auch der Präsident der Parlamentarier-Versammlung des Europarats, Lluis Maria de Puig, hatte ein Grundrecht auf Wasser vorgeschlagen.

20.000 Experten. Auf der einwöchigen Konferenz hatten mehr als 20.000 Politiker, Wasserexperten und Aktivisten darüber diskutiert, wie Milliarden Menschen besser mit sauberem Trinkwasser und Sanitäranlagen versorgt werden können. Schon jetzt haben mehr als eine Milliarde Menschen kein sauberes Trinkwasser, hatten die Organisatoren zum Auftakt des Treffens erklärt. Im Jahr 2075 könnten drei bis sieben Milliarden Menschen in Gebieten mit chronischem Wassermangel leben. Die Versorgung mit Trinkwasser ist in Gefahr, wie die UNESCO warnt. Klimawandel und ie wachsende Weltbevölkerung drohen die Probleme zu verschärfen.


Fakten

Ausgerichtet wird das Weltwasserforum unter dem Motto "Gräben überbrücken" vom Weltwasserrat. Dabei handelt es sich um eine überregionale Organisation, der zahlreiche Ministerien und Institutionen aus aller Welt angehören. Seit dem ersten Forum, das 1997 in Marrakesch stattfand, folgten alle drei Jahre Treffen in Den Haag, Kyoto und Mexiko-Stadt .

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