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Zuletzt aktualisiert: 18.03.2009 um 19:44 UhrKommentare

Rheuma: Sieg über den Schmerz

10.000 Kärntner leiden an entzündlichem Rheuma. Neuer Verein setzt auf Prävention und startet Aufklärungskampagne. Bei Früherkennung kann man den Krankheitsverlauf mildern.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. 50 Prozent der Bevölkerung entwickeln rheumatische Erscheinungsformen, wobei Mediziner unter dem Begriff Rheuma etwa 400 verschiedene Krankheitsbilder unterscheiden: entzündliche Erkrankungen, Wirbelsäulenerkrankungen, degenerative, stoffwechselbedingte und weichteilbezogene Syndrome. Mehr als 10.000 Kärntner leiden allein an entzündlichen Rheuma-Formen, etwa die Hälfte davon an chronischer Polyarthritis.

Behandlungsmethoden. Doch Rheuma ist kein mit Schmerzen verbundenes Schicksal, in das man sich fügen muss. Es gibt hervorragende Behandlungsmethoden. Rheuma-Spezialisten setzen aber vor allem auf Prävention. Aus diesem Grund wurde der Verein für Rheumatologie und Rehabilitation gegründet, dem Horst Just, Oberarzt an der 1. Medizinischen Abteilung am LKH Klagenfurt, als Obmann vorsteht.

Programm vorgestellt. Mittwoch wurde das Programm gemeinsam mit Just, dessen Chef Dietmar Geissler, Primar an der 1. Med., dem LKH-Dermatologen Hannes Kolle und Hilfswerk-Präsidentin Elisabeth Scheucher-Pichler vorgestellt. In den kommenden Jahren will man in ganz Kärnten Informationsveranstaltungen durchführen. Den Beginn setzt man am 24. März in Dellach im Gailtal.

Früherkennung. "Bei rheumatischen Erkrankungen legt man den Fokus auf die Früherkennung", sagt Horst Just. "Je früher behandelt wird, desto eher lassen sich veränderte Gelenksstrukturen und Mobilitätseinschränkungen verhindern. Die Menschen können auf ihren Arbeitsplatz zurückkehren, die Lebensqualität steigt."

Erste Symptome. Dietmar Geissler weist darauf hin, dass man bei ersten Symptomen, die auf entzündliches Rheuma hindeuten, die genaue Diagnose binnen drei Monaten stellen sollte. "Erste Anzeichen sind Gelenksschmerzen in den Händen oder Steifigkeit am Morgen, die durch Bewegung nicht besser wird", erklärt Geissler. Aber auch der Dermatologe ist bei der Früherkennung von Rheuma gefragt. "Manchmal sind es zuerst Hautveränderungen, aus denen sich Gelenksbeschwerden ablesen lassen", erläutert Hannes Kolle. Wird Rheuma früh erkannt, kann rasch eine gezielte Therapie einsetzen, die den Krankheitsverlauf stabilisiert und spätere massive Störungen verhindert.

Alle Kärntner informieren. Elisabeth Scheucher-Pichler stellt dem Rheuma-Verein die Infrastruktur des Hilfswerkes zur Verfügung. Denn die Aufklärungskampagne soll alle Kärntner erreichen.

ULRIKE GREINER

Neuer Verein

Der Verein für Rheumatologie und Rehabilitation mit Obmann Horst Just, Oberarzt an der 1. Med. im LKH Klagenfurt, bemüht sich auch um die Prävention. Den Auftakt bildet ein Gesundheitsabend am 24. März um 18 Uhr im Kultursaal in Dellach im Gailtal. Experten informieren die Besucher über Rheuma und Vorbeugung.

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