Deutsches Kind aus Händen von Entführern befreit
Nach 37 Stunden in der Gewalt von Kidnappern ist ein kleines Mädchen aus dem Südschwarzwald von der Polizei befreit worden. Spezialeinsatzkräfte der Polizei stürmten in der Nacht auf Sonntag das Versteck der Entführer in einer Pension in Weil am Rhein und fanden das knapp zweijährige Kind wohlbehalten vor, wie die Polizei Emmendingen und die Staatsanwaltschaft Freiburg mitteilten.
Die mutmaßlichen Täter, zwei Brüder aus dem Bodenseekreis, die Lösegeld in zweistelliger Millionenhöhe gefordert hatten, wurden gefasst und in Untersuchungshaft genommen. Laut Staatsanwaltschaft haben sie die Tat gestanden.
Begonnen hat die Entführung den Angaben der Ermittler zufolge Freitag früh am Haus der Familie in dem kleinen Ort Sexau im Kreis Emmendingen rund 15 Kilometer nördlich von Freiburg. Die beiden Täter im Alter von 41 und 49 Jahren zwangen den Familienvater zunächst mit vorgehaltener Pistole an der Haustür zur Herausgabe von Bargeld in Höhe von 1.500 Euro. Im weiteren Tatverlauf ergriffen die Täter das Mädchen und flüchteten mit ihr in einem Fahrzeug mit gestohlenen Kennzeichen.
Die Eltern ließen sie gefesselt zurück. Diese konnten sich aber selber befreien und alarmierten sofort die Polizei. Die Täter stellten den Angaben zufolge eine nicht konkret bezifferte Lösegeldforderung in zweistelliger Millionenhöhe. Laut Polizei ging es ihnen bei der Entführung um die Beschaffung von viel Geld.
Zu einer Geldübergabe kam es laut Polizei nicht. Nach 37 Stunden wurde das Mädchen von Sondereinsatzkräften der Polizei in einer Pension in Weil am Rhein befreit. Ein Täter wurde vor Ort widerstandslos festgenommen. Der zweite Täter wurde an seinem Wohnort verhaftet.










