"Es war eine Extremsituation"
Josef Kropiunig, Kommandant der FF St. Veit, über die Messer-Attacke auf ihn und seine Kameraden.

Foto © kk/ FF St.VeitBrandstifter bedrohte Feuerwehrmänner
Der Schreck steckt den Feuerwehrleuten immer noch in den Knochen. Wie berichtet, wurden Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr St. Veit Sonntagabend bei einem Einsatz auf dem Westbahnhof in St. Veit von einem Jugendlichen - er gilt als mutmaßlicher Brandstifter - mit einem Messer attackiert. Die Kleine Zeitung sprach mit dem Feuerwehrkommandanten Josef Kropiunig, der unmittelbar betroffen war.
JOSEF KROPIUNIG: Unser Kamerad Reinhard Hinteregger hat den Burschen am Brandort entdeckt und wurde von ihm bereits vor unserem Eintreffen bedroht. Als wir dann vor Ort waren, haben wir mit dem Jugendlichen geredet. Er solle doch stehen bleiben und warten. Als er uns plötzlich mit einem Messer attackiert hat, sind wir zurückgewichen. Der Bursche ist dann in Richtung Rennbahn weggelaufen. Rund 20 Minuten später wurde er von der Polizei festgenommen.
Wie ging es Ihnen und Ihren Kameraden bei diesem Einsatz?
KROPIUNIG: Wir waren alle einer großen Extremsituation ausgesetzt und auch sehr geschockt. Im Nachhinein haben wir viel darüber geredet, um das Erlebte zu verarbeiten.
In welcher Verfassung war der Jugendliche?
KROPIUNIG: Er war nervös, aber keinesfalls kaltschnäuzig. Er ist ein armer Kerl, der nach Hilfe ruft.
Waren Sie schon einmal in einer solchen Situation?
KROPIUNIG: Ich war schon in Auseinandersetzungen involviert, aber mit dem Messer wurde ich noch nie attackiert.
Werden Feuerwehrleute für eine solche Situation geschult?
KROPIUNIG: Wir haben vom ehemaligen Brandermittler Johann Hammer immer gute Tipps bekommen, wie wir uns bei vermeintlichen Brandstiftungen zu verhalten haben. Das kam uns zugute.










