Mutmaßlicher Brandstifter von Hirschwang festgenommen
Die Serie von Brandstiftungen in Hirschwang dürfte geklärt sein: Zu acht Brandstiftungen in Hirschwang (Bezirk Neunkirchen) von 7. bis 23. Februar hat sich der Tatverdächtige geständig gezeigt.

Foto © Kleine Zeitung Digital | Erwin Scheriau
Die Polizei hat in der Nacht auf Dienstag einen
Verdächtigen festgenommen. Es handle sich um einen 22-Jährigen, der
in der Kleberei der Papierfabrik Neupack Gesm.b.H. beschäftigt und
auch bei der Betriebsfeuerwehr tätig ist, sagte Chefinspektor Rudolf
Scheidl, Leiter der Brandgruppe des Landeskriminalamtes NÖ, zur APA.
Der Mann sei geständig.
Privates Motiv.
Als Motiv für insgesamt zehn Brandlegungen seit 7. Februar gelten
private Gründe, so Scheidl. Der 22-Jährige sei von seiner Freundin
verlassen worden, die Frau nunmehr mit einem Arbeitskollegen des
Verdächtigen liiert. Der mutmaßliche Brandstifter lebt laut Polizei
in einer Firmenwohnung der Neupack und ist bei allen Löscheinätzen
dabei gewesen.
Am 10. Februar war die Lagerhalle der Neupack Gesm.b.H., die zur
Mayr-Melnhof Packaging gehört, in Flammen aufgegangen. Das Objekt
war trotz des Großeinsatzes von 30 Feuerwehren mit 280 Mann nicht zu
retten. Die Mayr-Melnhof Packaging setzte in der Folge 7.000 Euro
Belohnung für Hinweise aus, die zur Ausforschung des Täters führen.
Zwei Versuche.
Laut Scheidl war bereits einen Tag vor dem Großbrand in der
Lagerhalle Feuer gelegt worden. Bei den Untersuchungen habe sich
herausgestellt, dass ein Kasten angezündet worden war. Die Flammen
seien jedoch von selbst erloschen. Zuletzt hatte in der Nacht auf
Montag der Dachstuhl des Mannschaftsraumes der Feuerwehr gebrannt.
Der Verdächtige wird nach Abschluss der polizeilichen Ermittlungen in
die Justizanstalt Wiener Neustadt eingeliefert.









