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Zuletzt aktualisiert: 24.02.2009 um 12:47 UhrKommentare

Bereits 29 Tote auf Österreichs Schipisten

Jeder fünfte Crash endet laut Alpinpolizei mit Fahrerflucht.

Foto © Reuters

Mit 29 Todesopfern haben sich in der heurigen Schisaison (bis 22. Februar 2009) bereits um vier tödliche Unfälle mehr auf Österreichs Pisten ereignet als im Vergleichszeitraum des Vorjahres - und das, obwohl die Helmquote steigt. Todesursache war bei fast der Hälfte der Fälle ein "interner Notfall", sieben Menschen sind nach Kollisionen gestorben, das geht aus der Statistik des Kuratoriums für Alpine Sicherheit hervor. Laut Alpinpolizei endet jeder fünfte Schiunfall mit Fahrerflucht. Fatal: Viele Schifahrer unterschätzen das eigene Tempo.

Sechs Tote trotz Helm. 18 der 29 tödlich verunglückten Schifahrer in der heurigen Saison haben keinen Helm getragen, sechs waren mit Kopfschutz unterwegs, bei fünf war es nicht bekannt. Unter den Opfern haben sich zwölf Deutsche und zwölf Österreicher befunden, die restlichen Toten stammten jeweils aus Irland, Polen, der Schweiz, Slowenien und der Slowakei. Heuer gab es bisher bereits mehr tödliche Kollisionen unter Schifahrern als im gesamten Jahr davor mit fünf.

Riesneralm. Für Schlagzeilen sorgte u.a. der Zusammenstoß des thüringischen Ministerpräsidenten Dieter Althaus am Neujahrstag auf der steirischen Riesneralm mit einer Wintersportlerin aus der Slowakei. Die Frau starb dabei. Am vergangenen Wochenende zog sich der Ministerpräsident der Region Krakau, Marek Naware, schwere Kopfverletzungen bei einem Sturz auf der Piste im Salzburger Lungau zu.

Viele Fahrerfluchtunfälle. "Was uns zu schaffen macht, sind die Fahrerfluchtunfälle. Ihr Anteil an den gesamten Schiunfällen ist mit 15 bis 20 Prozent relativ hoch", sagte der Leiter des Alpinpolizei, Oberstleutnant Hans Ebner, zur APA. Wobei es sich nicht immer um "klassische" Fahrerflucht handelt. Viele merken nach einem Sturz erst daheim, dass sie doch verletzt sind. Dennoch ist der Anteil jener, die wissentlich die Flucht ergreifen hoch. "Sicher die Hälfte davon", sagte Ebner. Die Wahrscheinlichkeit einen Flüchtigen noch zu erwischen ist gering.


Tödliche Unfälle auf Schipisten:

  • 2005/06 gesamt: 47 Personen
  • 2006/07 gesamt: 42 Personen
  • 2007/08 gesamt: 32 Personen
  • 2005/06 bis 22. Februar: 29 Personen
  • 2006/07 bis 22. Februar: 24 Personen
  • 2007/08 bis 22. Februar: 25 Personen
  • 2008/09 bis 22. Februar: 29 Personen (10 in Tirol, 10 in Salzburg, 4 in der Steiermark, 4 in Vorarlberg, 1 in Kärnten)

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