Mutmaßlicher Brandstifter von Hirschwang in Haft
Die Serie von Brandstiftungen in Hirschwang (Bezirk Neunkirchen) seit 7. Februar dürfte geklärt sein: Die Polizei nahm in der Nacht auf Dienstag einen Verdächtigen fest. Es handelt sich um einen 22-Jährigen, der in der Kleberei der Papierfabrik Neupack Gesm.b.H. beschäftigt und auch bei der Betriebsfeuerwehr tätig ist. Der mutmaßliche Täter hat laut Polizei acht von zehn Brandstiftungen gestanden.
Nicht verantwortlich will er für das Großfeuer in einer Lagerhalle der Neupack Gesm.b.H., die zur Mayr-Melnhof Packaging gehört, am 10. Februar sein. Das Objekt wurde ein Raub der Flammen. Es war trotz des Großeinsatzes von 30 Feuerwehren mit 280 Mann nicht zu retten. Der entstandene Schaden wurde am Dienstag mit etwa acht Mio. Euro beziffert. Die Mayr-Melnhof Packaging hatte nach dem Brand 7.000 Euro Belohnung für Hinweise ausgesetzt, die zur Ausforschung des Täters führen.
Als Motiv für die Brandlegungen gelten laut Polizeiangaben private Gründe. Der 22-Jährige sei von seiner Freundin verlassen worden, die Frau nunmehr mit einem Arbeitskollegen des Verdächtigen liiert. Der mutmaßliche Brandstifter hat laut Polizei bisher in einer Firmenwohnung der Neupack gelebt und ist bei allen Löscheinätzen seit 7. Februar dabei gewesen. Er habe gestanden, eine Mülltonne in Brand gesetzt sowie in drei Kellerräumen, in einem Dachboden, einer Garage, einem Kesselhaus und zuletzt - in der Nacht auf Montag - am Dachboden der Betriebsfeuerwehr Feuer gelegt zu haben. Der dadurch entstandene Schaden wurde mit etwa 50.000 Euro angegeben.
Laut Polizeiangaben war bereits einen Tag vor dem Großbrand in der Lagerhalle Feuer gelegt worden. Bei den Untersuchungen habe sich herausgestellt, dass ein Kasten angezündet worden war. Die Flammen seien jedoch von selbst erloschen. Der Verdächtige wurde der Polizei zufolge noch im Laufe des Dienstags in die Justizanstalt Wiener Neustadt eingeliefert.











