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Zuletzt aktualisiert: 23.02.2009 um 21:07 UhrKommentare

Wiener Taxler betäubte und beraubte Fahrgäste

Der 51-Jährige hatte seinen Taxikunden während der Fahrt Getränke angeboten. Diese waren mit Schlafmittel vermischt, danach raubte der Mann seine Kunden aus. Polizei geht von hoher Zahl an Opfern aus.

Foto © AP

Einem Wiener Taxler, der seine Fahrgäste mit Schlafmittel außer Gefecht gesetzt und beraubt hat, haben Ermittler des Landeskriminalamtes, Außenstelle West (Gruppe Schöner), jetzt das Handwerk gelegt. Der 51-Jährige soll jeweils in der Nacht seinen Opfern am Westbahnhof aufgelauert und ihnen auf der Fahrt vom Bahnhof zum Bestimmungsort angebliche Erfrischungsgetränke angeboten haben, die sie tatsächlich müde machten. Dann raubte er sie aus. Mindestens zehn derartige Fälle hat die Exekutive seit September 2008 registriert. Die Ermittler vermuten aber, dass die Dunkelziffer weit höher ist.

Motiv Spielsucht. Das ergibt sich schon aus dem Geständnis des Mannes, wie Oberstleutnant Klaus Mair von der Außenstelle West erläuterte. Er gab an, seit Beginn des Jahres 2008 sich auf diese Weise ein Zubrot verdient zu haben. Mindestens einmal pro Woche soll er zugeschlagen haben, wobei er nicht immer erfolgreich war. Sein Motiv war seine Spielsucht: Seit 30 Jahren soll er an Automaten sein Geld angebracht haben.

Fast gestorben. Die Polizei war durch zwei Vorfälle am 16. und 17. Februar auf den Mann aufmerksam geworden. Zwei Bahnpassagiere am Westbahnhof fielen dem verbrecherischen Taxler in die Hände. Dabei hatte ein Ungar, der seinen Sohn in Schwechat besuchen wollte, großes Glück, dass er überhaupt mit dem Leben davon kam. Der Verdächtige dürfte ihn betäubt, ausgenommen und in Schwechat ausgesetzt haben. Der 51-Jährige verantwortete sich damit, dass das Opfer selbst ausgestiegen sei. Jedenfalls wurde es mit 24 Grad Körpertemperatur gerade noch rechtzeitig gefunden.


Fakten

Die Polizei bittet allfällige weitere Geschädigte, sich unter der Telefonnummer 01-31310-25810 DW bei der Gruppe Schöner zu melden.

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