Benedikt XVI. verurteilt Holocaust
Der Papst bestätigt erstmals seine Jordanien-Israel-Palästina-Reise.

Foto © APAMit der Bemerkung, er bereite sich auf seine Reise ins Heilige Land vor, bestätigte der Heilige Vater erstmals auch offiziell seine Pläne
"Was vor 14 Tagen hätte Schlagzeilen machen sollen, hat es heute gemacht." Mit diesen Worten kommentierte am Donnerstag Eberhard von Gemmingen, Leiter der deutschsprachigen Sektion des Radio Vatikan, gegenüber steirischen Journalisten die Bitte des Papstes um "Verzeihung". Benedikt XVI. hatte um "Verzeihung" für diejenigen gebeten, "die dem jüdischen Volk großes Leid zugefügt haben, wie im Fall des Holocaust". Adressaten dieser Botschaft waren 50 Vertreter großer jüdisch-amerikanischer Organisationen, die gestern vom Pontifex empfangen worden waren.
Sehnsüchtig erwartet. Mit der Bemerkung, er bereite sich auf seine Reise ins Heilige Land vor, bestätigte der Heilige Vater erstmals auch offiziell seine Pläne, im Mai nach Jordanien, Israel und Palästina reisen zu wollen. Dieser Besuch wird vor allem von Seiten Israels sehnsüchtig erwartet.
Letztaktueller wissenschaftlicher Stand. Nicht aufhören wollte auch am Donnerstag in der römisch-katholischen Kirche die Diskussion um die Homosexualität. Noch am Mittwoch hatte der Feldkircher Diözesanbischof Elmar Fischer erklärt, Homosexualität sei wie "Alkoholismus und andere psychische Erkrankungen" heilbar. Am Donnerstag widerrief Fischer, selbst Psychotherapeut, mit dem Satz: "Ich ging von einem offenkundig nicht mehr letztaktuellen wissenschaftlichen Stand der Literatur aus." Zudem beteuerte Bischof Fischer, dass es ihm fern lag, "Menschen zu verletzen".










