Chinesische Skandal-Molkerei Sanlu bankrott
Die chinesische Molkerei Sanlu, die im Mittelpunkt des Babymilch-Skandals mit mindestens sechs getöteten Kindern stand, ist offiziell für bankrott erklärt worden. Ein Gericht in Shijiazhuang habe die Entscheidung getroffen, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua ohne weitere Einzelheiten zu nennen. Der Skandal um Melamin-versuchtes Milchpulver wurde vergangenes Jahres aufgedeckt.
Mindestens sechs Babys sind gestorben, etwa 300.000 weitere Kinder erkrankten. Den Ermittlungen zufolge sollen Zwischenhändler die Milch zunächst mit Wasser verdünnt und ihr dann Melamin zugesetzt haben, um einen höheren Proteingehalt vorzutäuschen.
Die ehemalige Geschäftsführerin von Sanlu bekannte sich vor Gericht schuldig, qualitativ minderwertige Ware hergestellt und verkauft zu haben und räumte ein, ihr Wissen über eine Verunreinigung der Milch monatelang für sich behalten zu haben. Ihr steht nun lebenslange Haft bevor. Sanlu wurde zur Zahlung von 50 Millionen Yuan Strafe verurteilt. Der Verzehr der Chemikalie Melamin kann in größeren Mengen kann zu Nierensteinen und Nierenversagen führen.










