Drama um 15-Jährige im LKH
Trotz Fenstersicherung konnte sich das Mädchen aus einem Zimmer der Kinder- und Jugend-Neuropsychiatrie stürzen. Verdacht auf Lähmung.
Nach dem Wirbel um die Kündigung von Abteilungsvorstand Georg Spiel erschüttert jetzt der Selbstmordversuch einer jungen Patientin die Abteilung am LKH Klagenfurt. Er hat die Frage aufgeworfen: Sind die Sicherheitsmaßnahmen ausreichend oder nicht?
Flucht. Das Mädchen, das seit längerer Zeit an schweren psychischen Problemen leidet, war am 1. Februar eingetreten. Am Tag darauf flüchtete es auf die Chirurgische Abteilung und versuchte dort, vom Balkon im 6. Stockwerk zu springen. Das konnte gerade noch verhindert werden.
Unglaubliche Kräfte. Zurück auf der Kinder- und Jugend-Neuropsychiatrie unternahm die Patientin einen zweiten Selbstmordversuch. Trotz Bewachung. "Sie stieg auf das Fensterbrett und wollte das mit einer Sperre gesicherte Fenster öffnen. Während die Betreuerin weglief, um Hilfe zu holen, konnte sie das Fenster aufreißen", schildert der Medizinische Direktor des LKH Klagenfurt, Thomas Koperna, den Vorfall. "Jugendliche mit solchen Problemen entwickeln oft unglaubliche Kräfte und sind oft nur schwierig zu bändigen." Das Mädchen stürzte aus dem 1. Stock in die Tiefe und schlug so unglücklich auf, dass die Verletzungen gravierend sind: Es besteht der Verdacht auf eine so genannte inkomplette Querschnittlähmung (das heißt, dass noch Restfunktionen erhalten sein können).
Verrriegelungen. Der Vorfall wird jetzt genauestens untersucht werden. Dass die baulichen Sicherheitsmaßnahmen mangelhaft sein könnten, ist für LKH-Verwaltungschef Herwig Wetzlinger kein Thema: "An allen Fenstern sind 2005 in Absprache mit einem Sachverständigen Verriegelungen angebracht worden."











