Türkisches Parlament ratifizierte Kyoto-Protokoll
Das türkische Parlament hat am Donnerstag das internationale Kyoto-Protokoll zum Klimaschutz ratifiziert. Von 252 anwesenden Abgeordneten stimmten 243 Abgeordnete für das Abkommen. Drei Parlamentarier stimmten dagegen, bei sechs Enthaltungen. Mit dem Argument, zunächst die Industrialisierung vorantreiben zu wollen, hatte die Türkei die Ratifizierung des Kyoto-Protokolls lange verzögert.
Wichtiger Grund waren laut Beobachtern die zu erwartenden hohen Kosten für den Umweltschutz. Schließlich sei aber das Argument ausschlaggebend gewesen, mit einem Beitritt zu dem Klimaschutzabkommen auch dessen Modalitäten mitgestalten zu können.
Auch in den Gesprächen über eine Aufnahme von Beitrittsverhandlungen mit der EU sind die Auflagen zum Umweltschutz eine Hürde für die Türkei. Schätzungen zufolge muss die Türkei bis zu 35 Milliarden Euro investieren, um die Umweltnormen der EU zu erfüllen.
Mit dem Kyoto-Protokoll verpflichten sich die Unterzeichnerstaaten zu einer Begrenzung des Ausstoßes von sechs Treibhausgasen, unter anderem CO2, das für die Erwärmung der Erdatmosphäre verantwortlich gemacht werden. Seit Dezember laufen die Verhandlungen für ein Nachfolgeabkommen, da das Kyoto-Protokoll 2012 ausläuft.










