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    Zuletzt aktualisiert: 05.02.2009 um 16:25 UhrKommentare

    Unbekannter bringt in New York Dollarscheine unters Volk

    Hunderte Menschen warten auf "Bailout Bill" am berühmten Times Square. Der großzügige Geldgeber versteckt sein Gesicht unter einer Strickmütze und einer Sonnenbrille - allerdings ist die Aktion nicht ganz selbstlos.

    Foto © AP

    Seine wahre Identität rückt er nicht heraus - dafür aber jede Menge Dollar: Ein "Bailout Bill" genannter geheimnisvoller Unbekannter verschenkt in Zeiten der Wirtschaftskrise mitten in New York Geld an Bedürftige. Der gutgebaute Wohltäter, der sein Gesicht unter einer Strickmütze und hinter einer Sonnenbrille versteckt, verteilte das Geld am Dienstag in einer von Bodyguards geschützten Kabine - der "Bailout Booth" - am berühmten Times Square. Hunderte Menschen warteten bei Eiseskälte bis zu fünf Stunden lang, um einen oder mehrere 50-Dollar-Scheine von Bill zu ergattern.

    PR-Trick. Hinter "Bailout Bill" verbirgt sich jedoch mehr als nur ein selbstloser Wohltäter. Sein Auftritt ist zum Teil auch ein PR-Trick, um für eine neue kommerzielle Website zu werben, www.bailoutbooth.com. Internet-Surfer können dort Dienstleistungen oder ihr Hab und Gut anbieten und Anzeigen schalten. Zugleich wolle "Bailout Bill" aber den ganz normalen US-Bürgern unter die Arme greifen, genauso, wie die US-Regierung dies für Banken und andere Konzerne tue, sagte Sprecher Drew Tybus. Weshalb "Bailout Bill" als Name des mysteriösen Wohltäters durchaus Sinn macht, denn mit der "Bailout Bill" sind auch die Konjunktur-Rettungspläne der US-Regierung gemeint.

    Reiseplan. Nach New York stehen die Hauptstadt Washington, Boston und Philadelphia auf dem Reiseplan von "Bailout Bill", 500.000 Dollar sollen verschenkt werden. Wer wirklich unter der Strickmütze steckt, wollte Sprecher Tybus nicht verraten: "Ein viel zu großes Risiko", meint er: "Jeder weiß, dass er Geld hat, deshalb könnte ihm etwas passieren." Und flugs schiebt Tybus noch eine Warnung hinterher: "Die Wachleute, die am Geldschalter und in der Kabine stehen, das sind Polizisten, die gerade frei haben. Und die sind bewaffnet."


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