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    Zuletzt aktualisiert: 04.02.2009 um 21:16 UhrKommentare

    Frost macht erfinderisch: "Pelz-BH" für Kühe

    Wegen der Kälte von minus 50 Grad ließen sich die findigen Bäuerinnen in Jakutien etwas einfallen: "Pelz-Dessous" für Kühe - Euterhalter aus Hasenfell.

    Foto © Reuters

    Wenn das Thermometer am sibirischen Kältepol in Jakutien minus 50 Grad zeigt, kann die willigste Kuh Milch nur noch geben, wenn das Euter zuvor entsprechend geschützt war. Aus Hasenfell basteln die findigen Jakuten einen überdimensionalen Kuh-BH.

    Unterschiedliche Vorstellungen. Vorstellungen von der weiblichen Schönheit unterscheiden sich von Land zu Land ziemlich stark. "Oh Mondgesichtige" ist ein in der oriantalischen Dichtkunst weit verbreitetes Bild. Wenn man in Russland von einer Frau sagt, sie habe richtige Kuhaugen, so ist es keine Beleidigung, sondern ein Kompliment. Im ostsibirischen Jakutien, wo laut Guiness Buch der Rekorde auch der kälteste Ort der Welt liegt - Oimjak - haben Frauen und Kühe noch eines gemeinsam. Beide tragen BHs.

    Hasenpelz. Doch bei der Muhkuh geht es nicht um Schönheit, sondern ausschließlich um die Gesundheit. Jakutien ist einer der Kältepole der Welt. Temperaturen unter minus 50 Grad Celsius sind dort nichts Ungewöhnliches. Wenn Bauern nicht aufpassen, friert das zarte Euter ihrer Milchkühe an, was eine langwierige Behandlung erfordert. Das Melken muss man dann meist bis zum nächsten Jahr vergessen. Ein Kuh-Syaldja (jakutisch für Büstenhalter) besteht aus einem dreieckigen Stück Leinwand, das mit Hasenpelz abgefüttert wird. Da bei den Kühen der Grundatz "je größer, desto schöner" gilt, müssen mitunter zwei Hoppelhasen für einen Büstenhalter ihr Leben lassen. Eine Schnur wird an jede Deiecksspitze angenäht.

    Im Sommer oben ohne. Zwei werden der Kuh um den Bauch gewickelt, die dritte zwischen den Hinterbeinen hindurch auf den Rücken geführt und dort mit den beiden anderen verknotet. Im Sommer tragen jakutische Kühe, wie übrigens auch manche ihrer menschlichen Schwestern, keinen Syaldja. In Ostsibirien herrscht ein Kontinentalklima mit Sommertemperaturen von über 30 Grad.

    AXEL EICHHOLZ, MOSKAU

    Fakten

    In Jakutien liegt der kälteste ständig bewohnte Ort der Welt - laut "Guinness Buch der Rekorde 1994" das sibirische Dorf Oimjakon mit 4.000 Einwohnern. In dem 700 Meter hoch gelegenen Ort fiel 1933 die Temperatur auf minus 68 Grad Celsius.

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