Hoch dotierter Forschungspreis für Physiker Zoller
Der Innbrucker Physiker Peter Zoller erhält gemeinsam mit seinem spanisch-deutschen Kollegen Ignacio Cirac einen der höchst dotierten internationalen Forschungspreise. Ausgezeichnet werden die beiden Wissenschafter "für ihre weltweit führende Rolle bei der Entwicklung neuer theoretischer Konzepte in der Quanteninformation" in der Kategorie Grundlagenforschung. Das Preisgeld beträgt 400.000 Euro.
Zoller arbeitet an der Universität Innsbruck sowie am Institut für Quantenoptik und Quanteninformation der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Cirac war bis 2001 Professor in Innsbruck und ist jetzt am Max-Planck-Institut für Quantenoptik in Garching bei München. Mit einem Preisgeld von 400.000 Euro für je eine von acht Kategorien unterstützt der von der "Foundation Fontiers of Knowledge Award" sowohl Künstler als auch Wissenschafter.
"Es ist eine große Ehre und Anerkennung für unsere Arbeit", sagte Zoller nach der Bekanntgabe der Preisträger. In den vergangenen zehn Jahren sei das Feld der Quanteninformation enorm gewachsen, und nach und nach würden sich viele der Erwartungen bestätigen. Beide hätten neue theoretische Einsichten formuliert und zahllose Experimente in einem weiten Feld von Atomen und Ionen bis zu kondensierter Materie inspirier, heißt es in der Begründung der Jury, die vom Nobelpreisträger Theodor W. Hänsch gleitet wird.
Zoller hat als Theoretiker wesentliche Arbeiten zur Wechselwirkung von Laserlicht und Atomen verfasst. Ein von ihm und Cirac 1995 vorgeschlagenes Modell eines Quantencomputers basiert auf der Wechselwirkung von Lasern mit kalten, in einer elektromagnetischen Falle gespeicherten Ionen. Diese Idee zählt zu den erfolgversprechendsten Konzepten auf dem Weg zu einem skalierbaren Quantencomputer.










