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Zuletzt aktualisiert: 05.03.2009 um 19:16 UhrKommentare

A22-Karambolage: Ermittlungen gegen zwölf Soldaten

Wegen fahrlässiger Tötung wird gegen zwölf Angehörige des Bundesheeres und einen in den Unfall verwickelten Pkw-Lenker ermittelt.

Ob es tatsächlich zur Anklage kommt, ist noch offen

Foto © APAOb es tatsächlich zur Anklage kommt, ist noch offen

Die Staatsanwaltschaft Korneuburg ermittelt im Fall der Massenkarambolage auf der Donauuferautobahn (A22) gegen zwölf Angehörige des Bundesheeres und einen in den Unfall verwickelten PKW-Lenker wegen fahrlässiger Tötung unter besonders gefährlichen Verhältnissen. Dies bestätigte Friedrich Köhl, Sprecher der Staatsanwaltschaft Korneuburg, am Donnerstag.

Ermittlungen. Von den Bundesheer-Angehörigen werde gegen den Übungsleiter, zwei Unteroffiziere sowie Soldaten, die in Ausbildung zum Unteroffizier standen, ermittelt. "Nicht gegen Grundwehrdiener", so Köhl zur APA. Bisher war davon die Rede, dass Erhebungen nur gegen zwei Bundesheer-Angehörige geführt werden.

Obduktionsbericht fehlt. Es fehle noch der schriftliche Bericht der Kriminaltechnik sowie der Obduktionsbericht jener Tschechin, die bei Massenkarambolage am 22. Jänner ums Leben gekommen sei, so Köhl. Ob und wann es zu Anklagen kommen werde, sei derzeit noch nicht abschätzbar. Private Klagen in diesem Fall seien beim zuständigen Gericht noch nicht eingegangen.

Eine Tote, sieben Verletzte. Bei der Kollision auf der A22 in Korneuburg wurde eine Frau getötet, sieben Personen verletzt. Sieben Pkw waren in den Unfall verwickelt. Zum Unfallzeitpunkt, gegen 18.55 Uhr, fand auf einem Gelände des Bundesheeres eine Nachtlehrvorführung statt. Kurz vor der Karambolage wurden fünf Nebelhandgranaten gezündet. Das Bundesheer hat bereits eingeräumt, dass für die Zündung vorgeschriebene Sicherheitsbestimmungen nicht eingehalten wurden.


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Foto © APA/Überwachungskamera

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Horror-Unfall

Die Karambolage am 22. Jänner forderte ein Todesopfer und sieben Verletzte. In den Unfall waren sieben Fahrzeuge verwickelt, drei standen in Flammen. In einem der Autos wurde eine 32-jährige Tschechin eingeklemmt - sie starb an einem Genickbruch.

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Bild vergrößernEine Frau verbrannte hilflos in ihrem AutoFoto © APA

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Bild vergrößernRettungskräfte im EinsatzFoto © APA

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