Arzt sieben Mal als Alkolenker erwischt
Wirbel um ehemaligen LKH-Oberarzt: Schon wieder wurde der 51-Jährige stockbetrunken am Steuer seines Autos erwischt. Den Schein ist er schon seit dem Jahr 2007 los.
Seit Jahren ist Alkohol wohl seine beste Medizin: Sieben Mal wurde ein bekannter Arzt schon stockbetrunken hinter dem Steuer seines Autos erwischt. Am Donnerstag sogar gleich zwei Mal. Der Mediziner fuhr nicht nur im betrunkenen Zustand, sondern auch ohne Führerschein. Dieser wurde ihm bereits 2007 entzogen.
Notorischer Alkolenker. Der 51-jährige ehemalige Oberarzt des LKH Klagenfurt gilt bei der Polizei als notorischer Alkolenker: Am Donnerstag wurde er von den Beamten am Südbahngürtel in Klagenfurt gestoppt. Der Herr Doktor hatte 2,38 Promille Alkohol im Blut - und das mitten am Nachmittag. Die Polizisten nahmen ihm den Autoschlüssel ab. Als die Beamten weg waren, startete er jedoch mit einem Reserveschlüssel seinen Wagen und fuhr los. "Eine Person zu durchsuchen, ob sie eventuell einen Ersatzschlüssel bei sich hat, ist nicht möglich", sagt Polizeijurist Johann Melischnig.
Wieder gestoppt. Trotz aller List hatte der Arzt Pech: 30 Minuten später wurde er in der Nähe seiner Wohnadresse von der Polizei gesichtet und abermals gestoppt. Wieder wurde ein Alkotest durchgeführt. Diesmal ergab er 2,24 Promille. Zwei weitere Einträge in der Polizeiakte des Mediziners, die mittlerweile ziemlich umfangreich ist: Bis heute finden sich darin schon sieben Einträge wegen Alkohol am Steuer.
Keine ärztliche Tätigkeit. Ob sein Alkoholproblem die Ursache dafür war, dass der Mann seinen Oberarzt-Posten im LKH aufgeben musste, darüber kann nur spekuliert werden. Fest steht, dass er seit Mai 2008 nicht mehr im Krankenhaus beschäftigt ist. "Es gab eine einvernehmliche Trennung" bestätigt LKH-Sprecherin Nathalie Wurzer. Ebenfalls seit Mai ist der 51-Jährige auch kein ordentliches Mitglied der Ärztekammer in Kärnten mehr. Die Ärztekammer bestätigt, dass der Mann seit diesem Zeitpunkt keine ärztliche Tätigkeit mehr ausübt.
Tragischer Fall. Immer wieder zieht die Polizei betrunkene Mediziner aus dem Verkehr. Im Vorjahr kam es zu einem besonders tragischen Fall: Ein alkoholisierter Mediziner aus dem Bezirk St. Veit überrollte mit dem Auto seine eigene Ehefrau. Die Frau lag in der Nacht mitten auf der Straße, ihr 41-jähriger Mann sah sie nicht. Zuvor war das Paar auf einer Feier gewesen. Der Arzt wurde wegen fahrlässiger Tötung zu sieben Monaten bedingter Haft und 9000 Euro Geldstrafe verurteilt.










