Vorerst keine Hinweise auf Tschetschenen-Mörder
Vorerst keine neuen Erkenntnisse gab es am Freitag im Mordfall Umar Israilov, der am 13. Jänner in Wien-Floridsdorf erschossen worden war. Nachdem die Ermittlungsbehörden ein Phantombild eines der beiden Mörder des 27-jährigen Tschetschenen und ein Foto einer Jacke veröffentlicht hatten, die einer der Täter getragen hatte, blieben die erhofften Hinweise aus der Bevölkerung auf Beweismittel aus.
"Derzeit gibt es keine veröffentlichungswürdigen neuen Ergebnisse", meinte Gerhard Jarosch, der Sprecher der Staatsanwaltschaft Wien, auf APA-Anfrage zum aktuellen Ermittlungsstand. Es werde "weiter mit Hochdruck an der Klärung des Verbrechens gearbeitet", versicherte er.
Über Otto Kaltenbrunner, der den Tätern als Chauffeur gedient haben soll, wurde im Straflandesgericht mittlerweile die U-Haft verhängt. Gegen ihn wird wegen Mordes als Beteiligter ermittelt. "Er ist dazu nicht geständig", stellte Jarosch fest. Die Verteidigung des Verdächtigen hat der Wiener Anwalt Rudolf Mayer übernommen. "Ich kann nur sagen, dass ich ihm den Rat gegeben habe, hier keine weiteren Aussagen zu machen", bemerkte Mayer zur APA, nachdem er sich am Freitag mit seinem Mandanten besprochen hatte.
Die Informationen zu dem Fall befänden sich in einem Verschlussakt und seien für ihn nicht einsehbar. Daher könne er auch keine weiteren Auskünfte zu den Vorwürfen gegen den 40-jährigen Tschetschenen mit österreichischem Namen machen, erklärte Mayer. An der verhängten Untersuchungshaft dürfte sich seiner Meinung nach auch nach der ersten Haftprüfung nichts ändern.











