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Zuletzt aktualisiert: 21.01.2009 um 12:30 UhrKommentare

Erhebliche Lawinengefahr in Vorarlberg und Tirol

In Vorarlberg herrschte am Mittwoch oberhalb von 1.800 Metern Seehöhe große Lawinengefahr der Stufe vier. Durch Neuschnee und den ungünstigen Aufbau sei die Schneedecke sehr störanfällig, hieß es im aktuellen Bericht der Landeswarnzentrale Vorarlberg. In Osttirol waren wegen der heftigen Schneefälle 2.000 Haushalte ohne Strom.

Besonders lawinengefährdet seien in Vorarlberg Steilhänge und schwer erkennbare Triebschneeansammlungen in Kammlagen, Mulden, Rinnen oder Geländeknicken, hieß es. In neuschneereichen Gebieten seien zudem auch spontane Lawinenauslösungen möglich. Bis Mittwoch früh fielen in Vorarlberg zwischen 25 und 30 Zentimeter Neuschnee, lokal wie etwa in Lech am Arlberg waren es 40 Zentimeter.

Auf höher gelegenen Straßen des Ländles galt laut ÖAMTC-Angaben Schneekettenpflicht für Lkw. Der Mittwoch soll laut dem Lawinenwarnbericht weiter zeitweiligen Schneefall bringen, erwartet werden rund fünf Zentimeter Neuschnee bis Donnerstag früh. Die Lawinengefahr wird voraussichtlich langsam auf Stufe drei zurückgehen.

Aufgrund der Neuschneemengen von Dienstag und der vergangenen Nacht waren am Mittwoch rund 2.000 Osttiroler Haushalte von der Stromversorgung abgeschnitten. "Es hat bis zu 60 Zentimeter geschneit. Die Bäume sind unter der Schneelast eingeknickt und haben teilweise die Stromleitungen beschädigt", hieß es bei der Bezirkseinsatzleitung Lienz. Bis zum Nachmittag werden die Reparaturen noch andauern, vorerst seien noch 1.300 Haushalte ohne Strom.

Betroffen waren vor allem das Osttiroler Gailtal, die Gemeinden Kartisch, Ober- und Untertilliach bis zur Kärntner Grenze. "Die Probleme im Villgratental können vorerst nicht behoben werden, weil die Straße gesperrt ist", sagte Wolfgang Wurnig von der Tiwag. Probleme habe es auch im Lesachtal sowie im Defreggental gegeben.

Die Lawinengefahr wurde am Mittwoch in Nord- und Osttirol als "erheblich" (Stufe drei) eingestuft, oberhalb 1.600 Meter wurde sie in Osttirol sogar als "groß" (Stufe vier) bezeichnet.

Quelle: APA

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